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Siebenkämpferin Schäfer verpasst Medaille

Erhoffte Medaille verpasst - Siebenkämpferin Schäfer wird Siebte

© Foto: FFH

Die nordhessische Siebenkämpferin Carolin Schäfer hat die angepeilte Medaille bei diesen Olympischen Spielen in Tokio verpasst. Schäfer wurde Siebte, Vanessa Grimm aus Hofgeismar erreichte den 19. Platz.

"Ich bin super glücklich und happy mit dieser Platzierung", sagte Schäfer. "Der siebte Platz fühlt sich fast an wie eine Medaille. Das macht mich sehr stolz und glücklich."

Schäfer wollte bei ihren zweiten Olympischen Spielen eine Medaille holen und war hochmotiviert. Besonders auch deshalb, weil sie in den Wochen vor dem Flug zu Olympia mit Auswirkungen ihrer Corona- Impfung zu kämpfen hatte. Große Freude löste deshalb das finale Tokio-Ticket bei ihr aus. Die frühere WM-Zweite, die für die LG Eintracht Frankfurt startet, hatte wegen den Impf-Nebenwirkungen ihre Teilnahme an den Qualifikationswettkämpfen in Götzis und Ratingen absagen müssen.

"Caro hatte die Olympia-Norm im Jahr 2019 erreicht und nimmt zudem im World Ranking eine vordere Platzierung ein", sagte Idriss Gonschinska, der DLV-Vorstandsvorsitzende Leistungssport. Ihre zuletzt gezeigten Leistungstests würden eine klare Tendenz nach oben zeigen.

Start mit Hürdenlauf und Hochsprung lief gut

Seit Mittwoch um 2:30 Uhr deutscher Zeit lief der Siebenkampf bei den Olympischen Spielen, wo neben Carolin Schäfer auch Vanessa Grimm aus Hofgeismar antrat. Der 100 Meter Hürdenlauf und der Hochsprung liefen vor allem für Carolin Schäfer richtig gut.

Beim Hürdenlauf hielt sich Schäfer in ihrem Rennen sehr gut und kam mit starken 13,29 Sek als Neuntbeste ins Ziel. Sie erreichte damit ihre persönliche Saisonbestleistung. Das gelang ihr auch im Hochsprung. Erst bei 1,83 m musste sie passen und konnte somit 978 Punkte in ihre Wertung miteinbringen.

Im Ersten zeigte sich Carolin Schäfer sehr zufrieden mit ihrer bisherigen Leistung: "Ich bin total erleichtert. Das zeigt, dass ich im Vorhinein die richtigen Entscheidungen getroffen habe und meinem Körper die Ruhe gegeben habe. Ich bin sehr dankbar, jetzt hier die Leistung so auf die Bahn zu bringen."

Am Nachmittag ging es weiter

Im Kugelstoßen am Nachmittag schaffte Schäfer 13,99 m. Vanessa Grimm kam in ihrer starken Disziplin auf 14.52 m. In der vierten Disziplin lief Carolin Schäfer über die 200 m ein ordentliches Rennen, wofür sie als Vierte in 24,33 Sek für die Gesamtwertung 949 Punkte mitnehmen konnte. Vanessa Grimm kam jedoch erst als siebte ins Ziel. 

Rückschlag im Weitsprung

Im Weitsprung startete Carolin Schäfer schwächer in den zweiten Tag und verliert mit lediglich 5,78 m in der Gesamtwertung ordentlich an Boden. Vanessa Grimm springt mit 5,94 m etwas weiter als Schäfer. Nach diesem Dämpfer kam Schäfer gestärkt im Speewurf zurück und verbuchte mit 54,10 m ihre Bestleistung für sich. Nur der Wurf der Niederländerin Emma Oosterwegel toppt die Schäfer-Weite. 

In der letzten Disziplin, dem 800-Meter-Lauf, wurde Schäfer in ihrem Lauf zwar gute Dritte. Der Rückstand auf die Medaillenränge war aber nach dem Rückschlag im Weitsprung zu groß. 

Video-Botschaft an FFH-Hörer

In einer Extra-Video-Nachricht an alle FFH-Hörer schildert Caro ihre Eindrücke aus dem Olympischen Dorf und auch wie es ihr jetzt geht so kurz vor dem Start des Wettkampfs. Klar ist: Hessen drückt ihr feste die Daumen!

Caro Schäfer grüsst die FFH-Hörer aus Tokio

Sonja Pahl

Reporterin
Sonja Pahl

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