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Erster Herbststurm: Schäden und verletzter Mann

Herbststurm im FFH-Land - Massive Probleme auf Straßen und Schienen

Der erste Herbststurm des Jahres hat am Donnerstag auch im FFH-Land zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Die Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen hob der Deutsche Wetterdienst zwar um die Mittagszeit auf und danach wurde es in Hessen ruhiger. Doch auch am Nachmittag waren noch vereinzelt Gewitter mit schweren Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern möglich.


FFH-Staupilot: Aktuelle Verkehrsmeldungen

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Vor allem umgestürzte Bäume führten zu Unfällen. So fiel ein Baum an der Autobahn 5 Heidelberg-Darmstadt auf einen Strommast. Ein Lastwagen fuhr daraufhin in die nun tieferhängende Stromleitung, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer blieb unverletzt, doch die A5 musste bis etwa 10 Uhr in beide Richtungen gesperrt werden.

Mann in Südhessen schwer verletzt

Auf der Landstraße 3098 bei Mühltal stürzte ebenfalls ein Baum auf die Straße und fiel auf ein fahrendes Auto. Der 58 Jahre alte Fahrer wurde dabei schwer verletzt, seine 22-jährige Begleiterin erlitt einen Schock. Für die Aufräumarbeiten blieb auch hier die Fahrbahn für eine Stunde gesperrt. In Frankfurt am Main kam es zu einer Sperrung am Güterplatz wegen eines durch den Wind eingestürzten Baugerüstes. Ein Bauarbeiter wurde leicht verletzt.

Kleinlaster wird auf Talbrücke bei Langgöns fast weggeweht

© Polizei Mittelhessen

Überwiegend Sachschäden - auch Trampolin weggeflogen

In anderen Teilen Hessens kam es ebenfalls zu Einsätzen, überwiegend mit Sachschäden. In Frankfurt am Main hatte die Feuerwehr bis zum Mittag nach eigenen Angaben rund 100 Einsatzstellen abzuarbeiten und auch in Mittelhessen wurden im Laufe des Tages so viele Einsätze verzeichnet. Dabei ging es nicht nur um umgestürzte Bäume - in Fulda etwa lösten herumfliegende Sonnenschirme und ein weggeflogenes Trampolin Polizeieinsätze aus und in Frankfurt mussten abgedeckte Dächer, lose Dachziegel und umgestürzte Bauzäune gesichert werden.

Baum trifft Postboten

Von "über 100 Einsätzen" sprach auch die Polizei in Kassel. Unter anderem war ein Postbote mit seinem Dienstfahrrad von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Der 40-Jährige sei leicht am Bein verletzt worden. Im Stadtteil Kirchditmold kam es zu Stromausfällen, nachdem ein Baum auf eine Stromleitung gefallen war.

Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun

Hessen Mobil teilte mit, dass bereits seit den frühen Morgenstunden Mitarbeiter zusammen mit Feuerwehren umgestürzte Bäume, Äste und heruntergewehtes Laub beseitigten. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass die Aufräumarbeiten in den kommenden Tagen andauern werden.

Bahnreisende brauchen Geduld

Der Bahnverkehr wurde durch den Sturm sowie umgestürzte Bäume auf Gleisen und in Oberleitungen behindert. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund meldete die zeitweise Einstellung mehrerer Bahnverbindungen wie der S3, S4 oder S7. Am Mittag wurde der Zugverkehr dann wieder Stück für Stück aufgenommen. Mit Störungen sei jedoch bis Betriebsschluss zu rechnen, teilte eine Sprecherin mit.

Auch in Nordhessen waren zeitweise mehrere Linien und Strecken nicht befahrbar, wie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mitteilte. Im Bahnhof Rengershausen musste eine Tram abgeschleppt werden, weil eine Oberleitung auf das Dach gefallen war. Verletzt wurde niemand.

Friedhöfe und Gärtnereien geschlossen - Kurpark gesperrt

In Marburg ordnete die Stadtverwaltung die Schließung aller Friedhöfe, Gärtnereien und Steinmetzbetriebe an. Der Wiesbadener Kurpark sollte voraussichtlich wegen Aufräumarbeiten bis Freitagmittag gesperrt bleiben.

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