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Korbacher verliert zehntausende Euro bei Betrug mit Krypto-Währung

Betrug mit Krypto-Währung - Korbacher verliert zehntausende Euro

© dpa

Symbolbild

Ein 29-jähriger Mann aus Korbach (Landkreis Waldeck-Frankeberg) hat durch eine Betrugsmasche im Internet mit Kryptowährungen mehrere zehntausend Euro verloren. Das hat die Polizei am Mittwoch mitgeteilt.

Der Mann habe zuvor eine Frau über eine Partnerbörse im Internet kennengelernt, die sich als Managerin einer Bank in London vorgestellt habe. Sie habe ihm von ihren Gewinnen beim Handel mit Kryptowährungen vorgeschwärmt und ihn dazu animiert, selbst zu investieren. Beeindruckend fand er insbesondere einen Trade, bei dem die angebliche Managerin innerhalb einer Minute umgerechnet etwa 3.000 US-Dollar Gewinn gemacht haben soll.

Zu spät die Warnungen im Internet gelesen

Der Mann richtete daraufhin laut Mitteilung ein Konto auf einer von der angeblichen Managerin genannten Internetseite ein und zahlte dort Geld ein. Erst als es nicht möglich war, seine Investitionen sowie seinen Gewinn auf sein eigenes Konto zu transferieren, sei er misstrauisch geworden, habe Warnungen zu der Seite im Internet gefunden und Anzeige erstattet.

Staatsanwalt kann Teil des Geldes retten

Der Staatsanwaltschaft Kassel gelang es immerhin, einen so genannten Vermögensarrest zu erwirken und ein digitales Bankkonto eines mutmaßlichen Geldwäschers mit einem Guthaben von umgerechnet circa 95.000,- Euro sicherzustellen. Somit konnte zumindest ein Teil des Geldes des Korbachers und möglicherweise weiterer Geschädigten gesichert werden.

Tipps der Polizei zum Schutz vor Betrügern im Internet

  • Personen, die sie auf virtuellen Plattformen kennenlernen, sind nicht immer die, die sie vorgeben zu sein.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn ungewöhnlich hohe Gewinne versprochen werden.
  • Schließen Sie Investments nur bei Banken oder Sparkassen ab, bei denen eine europäische Einlagensicherung besteht. Spekulationen mit Kryptowährungen unterliegen generell sehr großen Risiken.
  • Vorsicht bei ausländischen Konten: Die Durchsetzung zivilrechtlicher Forderungen gegenüber ausländischen Vertragspartnern ist sehr schwer bis unmöglich.
  • Achten Sie bei Internetangeboten auf ein nachvollziehbares Impressum
  • Einfache Internetrecherchen in Suchmaschinen, Foren o. ä. bieten einen guten Anhaltspunkt um sich einen ersten Eindruck über entsprechende Internetseiten zu machen. Auch hier gilt, dass Rezensionen nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Herausgabe persönlicher Daten.
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige, wenn Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betruges geworden zu sein.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf, um bereits getätigte Zahlungen möglicherweise wieder rückgängig zu machen.
Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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