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Zug-Unfall bei Gifhorn: Fernverkehr bis Mitte Dezember eingeschränkt

ICE-Strecke Frankfurt - Berlin - Einschränkungen noch bis Mitte Dezember

Nach dem Güterzug-Unfall kommt es auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin noch bis Mitte Dezember zu Einschränkungen.
© dpa

Nach dem Güterzug-Unfall kommt es auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin noch bis Mitte Dezember zu Einschränkungen (Symbolbild).

Schlechte Nachrichten für Bahnreisende und Pendler: Nach dem Unfall zweier Güterzüge im Landkreis Gifhorn bleibt der Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Hannover und Berlin noch bis Mitte Dezember eingeschränkt.

Ursprünglich ging die Bahn davon aus, dass die Sperrung bis mindestens Sonntagabend anhalten sollte. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen informieren.

Einschränkungen bis zum 16. Dezember

Bis voraussichtlich zum 16. Dezember müssen Fahrgäste sich auf längere Reisezeiten und Umleitungen auf der Strecke einstellen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zuvor ging die Bahn davon aus, dass die Strecke mindestens bis zum 27. November gesperrt bleiben sollte. Nach Angaben der Feuerwehr gehen die Arbeiten an der Unfallstelle jedoch voran: Voraussichtlich bis zum Wochenende soll demnach das explosive Propangas aus den vier umgekippten Kesselwagen abgepumpt und abgefackelt sein.

ICE-Züge von der Schweiz über Frankfurt und Kassel nach Berlin

Betroffen sind unter anderem die ICE-Züge von der Schweiz über Frankfurt und Kassel nach Berlin. Die IC-Verbindungen zwischen Amsterdam und Berlin führen nur bis Hannover und starteten auch dort in Gegenrichtung. Auch Züge, die von Nordrhein-Westfalen über Hannover nach Berlin fahren, sind nach Angaben der Bahn betroffen.


Alle Fahrgäste, die ihre für den Zeitraum 18.11.2022 bis 16.12.2022 geplante Reise aufgrund der Beeinträchtigungen durch die Güterzugkollision in Leiferde verschieben möchten, können ihr bis einschließlich 23.11.2022 gebuchtes Ticket für den Fernverkehr ab sofort bis einschließlich 23.12.2022 flexibel nutzen. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werdenZudem gelten bei Verspätung oder Zugausfall die allgemeinen Fahrgastrechte. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter bahn.de/fahrgastrechte.


Vier Kesselwagen umgekippt - Gas tritt aus

Am Donnerstag vergangener Woche war es bei Leiferde zu dem Unfall gekommen. Dort hielt ein Güterzug an einem Signal. Nach Erkenntnissen der Ermittler gab eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn die Strecke fälschlicherweise für einen weiteren Güterzug mit 25 mit Propangas gefüllten Kesselwagen frei. Dieser kollidierte mit dem stehenden Zug, vier Waggons kippten auf die Seite, mindestens einer wurde so schwer beschädigt, dass Gas ausströmte. Der Lokführer wurde leicht verletzt, die Oberleitung massiv beschädigt. Nach Angaben der Bundespolizei wird gegen die Bahnmitarbeiterin wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Gas wird kontrolliert abgefackelt

Mittlerweile sei das Gas aus allen Waggons zur Hälfte abgepumpt, mehr sei wegen der Schräglage der Wagen nicht möglich, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Waggon sei sogar bereits völlig leer, das verbliebene Gas sei kontrolliert abgefackelt worden. Das Propangas aus den übrigen drei Waggons werde nun ebenfalls abgefackelt. Unter dem Vorbehalt, dass es keine technischen Schwierigkeiten gebe, werde die Feuerwehr die Unfallstelle voraussichtlich "Richtung Wochenende" für die Bergungsarbeiten freigeben. Solange aber noch Gas in den Waggons sei, "ist die Feuerwehr im Spiel".

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