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Aus Taiwan: Telefonterror in Uttrichshausen

Anrufe aus Taiwan - Telefonterror in Uttrichshausen

Einen Telefonterror der ganz besonderen Art gab es jetzt in Uttrichshausen: Ein 24h-Abschleppunternehmen bekam 36 Stunden lang alle drei Minuten Anrufe aus Taiwan. Die Fuldaer Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. 

Von Freitagnacht bis Sonntag

Im Interview mit FFH erklärt Inhaberin Hannelore Wehner, dass es in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Zentrale in Uttrichshausen losging: Das Telefon klingelte, aber es meldete sich niemand. Wer da anrief, wusste sie zu diesem Zeitpunkt nicht. Denn der eigentliche Anruf ging zunächst an das Büro des Unternehmens in Fulda. Dort war eine Weiterleitung zum Firmensitz in Uttrichshausen eingerichtet. Erst bei einem Check im Fuldaer Büro wurde klar, dass es sich um eine Nummer aus dem Ausland handelte: Aus Taiwan. 

Telefon abstellen geht nicht!

Hannelore Wehner schildert, dass sie das Telefon nicht einfach abstellen kann. Ihr Unternehmen hat sich verpflichtet, bei Unfällen oder Pannen in der Umgebung 24 Stunden lang sieben Tage die Woche erreichbar zu sein und im Falle des Falles auszurücken. Sie ist auf das Telefon also angewiesen. Zwar ließ Wehner die Nummer schließlich von der Telekom sperren. Aber gebracht hat das nichts. Der Telefonterror hörte erst auf, als vom IT-Mann des Unternehmens auf der Telefonanlage die komplette Ländervorwahl von Taiwan gesperrt wurde. 

Ursache: Defekt wegen Erdbebens

Was genau die ständigen Anrufe ausgelöst hat ist unklar. Als Verursacher habe die Telekom aber einen Anrufautomaten in Taiwan ausgemacht. Es werde gemutmaßt, so Wehner, dass sich die Anlage in Taiwan durch ein Erdbeben mehr oder weniger selbstständig gemacht hat. 

Zwischen Verzweiflung und Galgenhumor

"Zwischendurch waren wir mal richtig gereizt" sagt Hannelore Wehner am FFH-Mikro. "Aber ich bin ein humorvoller Mensch, alles halb so wild". Am Ende sei sie aber froh gewesen, wieder schlafen zu können. 

Olaf Brinkmann

Reporter:
Olaf Brinkmann

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