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High-Tech Supermarkt in Kassel

Direkt am Wagen scannen - High-Tech Supermarkt in Kassel

Wenn es im Supermarkt mal wieder länger dauert, dann liegt das meistens an der Kasse. In einem Supermarkt in Kassel geht jetzt alles schneller, dank moderner Technik...

Kasse im Supermarkt - das heißt üblicherweise: Waren aus dem Einkaufswagen raus, alles ordentlich aufs Band legen, warten bis alles gescannt wurde, bezahlen, Waren wieder zurück in den Wagen räumen, wegfahren, Waren aus dem Wagen in Tüten räumen - und das alles möglichst schnell, denn die anderen Kunden warten schon. "Das muss doch auch anders gehen", haben sich zwei Studenten aus Kaufungen überlegt und die Scanbox entwickelt.

Scanner direkt am Wagen

Die Idee: Direkt am Wagen ist ein Handscanner und ein kleiner Bildschirm befestigt. Damit kann man alle Produkte direkt scannen, wenn man sie in den Wagen legt. Auf dem Bildschirm wird dann angezeigt, was sich alles im Wagen befindet und wie viel der Gesamt-Einkauf kosten wird.

An der Kasse wird die Rechnung dann an den Kassencomputer übertragen, ohne dass die Waren auf das Band gelegt werden müssen. Das spart viel Zeit...

FFH-Reporter Marcel Ruge testet den Hightech-Einkaufswagen.

Eingesetzt wird das System aktuell im Edeka Markt Aschoff in Kassel. Und Marktleiter Robert Aschoff ist begeistert: "Kunden kriege ich, wenn die zufrieden bei uns sind. Und das ist ein Mittel, das zu erreichen."

Keine Angst vor Jobverlusten

Auch für die Angestellten im Markt soll das neue System gut sein. Denn Angst um ihren Job müssen die Kassierer nicht haben, versichert Aschoff: "Wir haben das schon bei den Selbst-Scan-Kassen erlebt, dadurch sind es auch nicht weniger Mitarbeiter geworden und das wird bei den neuen Scanboxen genauso sein".

Stichproben gegen Diebstahl

Auch mögliche unehrliche Kunden machen Aschoff keine Sorgen - bei 4000 Testeinkäufen gab es lediglich zwei Artikel, die nicht korrekt gescannt wurden. Ein Becher Joghurt und ein paar Birnen. Beide Male wohl einfach ein Versehen der Kunden.

Trotzdem ist ein Sicherheitssystem eingebaut: Bei etwa 10 Prozent der Einkäufe werden zufällige Kontrollen durchgeführt. Das soll Ladendiebe abschrecken.

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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