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Kampf gegen Borkenkäfer-Plage im Wald beginnt

Schädlinge schwärmen aus - Kampf gegen Borkenkäfer-Plage beginnt

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Symbolbild

In Hessens Wäldern hat der Kampf gegen die Borkenkäferplage begonnen. "Die Lebensgeister der Käfer haben mit der nun warmen Witterung Fahrt aufgenommen und frischer Befall und neu geworfenes Sturmwurfholz werden jetzt aufgearbeitet", sagte Andrè Schulenberg, Sprecher von Hessen Forst in Kassel. Im Februar hatte der Landesbetrieb bereits von "katastrophalen Zuständen" im Wald gesprochen. Stürme und der Dürresommer 2018 hatten die Bäume geschwächt.

"Witterung hat den Käfern nicht geschadet"

Der Schädling befällt Fichten. Betroffene Bäume werden nun so schnell wie möglich gefällt und abtransportiert. Ein besonderes Augenmerk bei den Arbeiten liege auf Nordhessen, dem Taunus, Spessart und Odenwald, erklärte Schulenberg. Die bisherigen Temperaturen hätten den Käfern zuletzt nicht ausgereicht, um vorzeitig loszuschwärmen. Erst jetzt stelle man vermehrt frischen Befall fest. "Die Witterung hat den Käfern nicht geschadet", sagte der Hessen Forst-Sprecher.

Zu wenig Wasserreserven

Außerdem hat Sturm Eberhardt dem Wald erneut stark zugesetzt und Bäume umgeworfen. "Das macht die Situation für alle Waldbesitzenden, Försterinnen und Förster noch schwerer, da diese Bäume ein gefundenes Fressen für Borkenkäfer sind." Die Niederschläge seien weiterhin zu niedrig, Reserven im Boden nicht aufgefüllt. Die natürliche Widerstandskraft der Bäume sei dadurch nicht optimal.

3,6 Millionen Kubikmeter Schadholz in 2018

Für das vergangene Jahr hatte Hessen Forst insgesamt 3,6 Millionen Kubikmeter Schadholz gemeldet, 900 000 Kubikmeter waren vom Borkenkäfer befallen. Durch Sturm Eberhard kamen im vergangenen März 350 000 Kubikmeter Schadholz hinzu.

Auch Burghaun, Schlitz und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind betroffen

Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und in ist der Borkenkäfer ein großes Problem, sagt Jürgen Dickert vom Forstamt Burghaun. Dort gebe es viele Fichtenwälder, die bereits im vergangenen Jahr stark unter dem Borkenkäfer gelitten hätten und auf die auch dieses Jahr wieder betroffen sein würden. Auch im Schlitzer Land sei der Borkenkäfer ein großes Problem - dort befalle er aber weniger Fichten, sondern Lärchen, so Dickert. 

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