Nachrichten > Nordhessen >

Nach Bombenfund in Kassel: Suche dauert noch Jahre

Nach Bombenfund in der Karlsaue - Blindgängersuche wird noch Jahre dauern

© Stadt Kassel

Vergangene Woche ist eine 250-Kilo-Bombe in der Karlsaue gefunden worden. Es wird wohl nicht der letzte Bombenfund hier sein.

Erst vergangene Woche mussten rund 4000 Menschen in Kassel ihre Wohnung verlassen – nach dem Fund einer Bombe in der Karlsaue. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier künftig noch weitere Blindgänger gefunden werden, ist hoch. Das hat der hessische Kampfmittelräumdienst nun auf FFH-Anfrage gesagt.

Erst ein Drittel der Fläche abgesucht

In der Aue in Kassel und auch im Bergpark läuft die Bombensuche seit fünf Jahren – bislang ist gerade mal ein Drittel der Fläche überprüft. Bis alles erledigt ist, wird es wohl noch zehn weitere Jahre dauern, sagt Dieter Schwetzler, Leiter des hessischen Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Nachgefragt: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für weitere Funde?

Nach Bombenfund in Kassel: Suche dauert noch Jahre

Dieter Schwetzler

Kampfmittelräumdienst / RP Darmstadt

Hunderte Blindgänger schon gefunden

Zwei Fünf-Zentner-Bomben wurden schon gefunden. Eine vor einer Woche, die andere vor rund einem Jahr. Beide Bombenfunde haben für einen Ausnahmezustand in Kassel gesorgt, weil viele Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten. Zu den beiden größeren Funden kamen laut Kampfmittelräumdienst 400 kleinere Brandbomben. Nicht nur in Kassel – über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg liegen überall in Hessen noch Blindgänger. Vielerorts wird systematisch nach den Bomben gesucht. In Kassel steckt das Land Hessen jedes Jahr 300.000 Euro in die Blindgängersuche in Karlsaue und Bergpark.

Mehr zum Thema

Inhalt wird geladen
Marcel Ruge

Reporter:
Marcel Ruge

nach oben