Nachrichten > Nordhessen >

Kleiner Wallgraben in Schwalmstadt freigegeben

Nach Kampfmittelsuche - Kleiner Wallgraben in Schwalmstadt frei

© Archivbild dpa

Taucher hatten im Wallgraben nach Kampfmitteln gesucht.

Der Kleine Wallgraben ist nach eine jahrelangen Kampfmittelsuche heute wieder für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat den Bereich heute für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Wallgraben gehört teilweise zur Liegenschaft der örtlichen Justizvollzugsanstalt und befindet sich damit im Eigentum des Landes Hessen. Nachdem bei Sondierungsarbeiten im Jahr 2006 Kampfmittelreste im Wallgraben aufgefunden wurden, wurde der Zugang zum Wallgraben im Jahr 2007 aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Beeinträchtigung für Öffentlichkeit

Die Nutzung des Gewässers für den örtlichen Angelverein war nicht mehr möglich. Für die Stadt Schwalmstadt und die Anwohner war die Sperrung des zentral durch die Stadt verlaufenden Wallgrabens eine große Beeinträchtigung, sagt das Justizministerium.

Bombensuche kostet rund 15,5 Millionen Euro

„Insgesamt wurden allein für den Kleinen Wallgraben 14.500 m² Fläche untersucht. Insgesamt wurden 453,85 kg Kampfmittel geborgen. Darunter 6 Sprenggranaten, 14 Handgranaten und 2 Panzergranaten“, erläuterte die Justizministerin „Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Kampfmittelräumung des gesamten Wallgrabens derzeit auf rund 15,5 Millionen Euro. „Nach derzeitiger Planung rechnen wir damit, dass wir im ersten Halbjahr 2020 den gesamten Wallgraben von Kampfmitteln geräumt haben“, so Kühne-Hörmann.

Marcel Ruge

Reporter:
Marcel Ruge

nach oben