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Immer mehr Geburtsstationen in Hessen schließen

Geburtsstationen in Hessen - Immer mehr machen dicht

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In Hessen schließen immer mehr Geburtsstationen. 13 hessische Stationen haben seit 2010 schon geschlossen und zum Jahresende sollen noch weitere dazu kommen.

Schwangere Frauen müssen sich in Hessen also beizeiten nach einer Klinik umsehen, in der sie entbinden können. Für werdende Mütter im Vogelsbergkreis etwa, ist der Weg zur nächsten Entbindungsstation schon jetzt mindestens 50 km weit. Die Vorsitzende des hessischen Hebammenverbandes, Martina Klenk aus Linden, hält die Situation für grenzwertig.

Geburtsstationen sind oft nicht profitabel

Geburtsstationen müssten sich finanziell rechnen, das Wohl von Mutter und Kind komme inzwischen erst an zweiter Stelle. Ein Beispiel: das DRK Krankenhaus in Marburg-Wehrda schließt zum Jahresende. Hier werden im Schnitt 650 Babys pro Jahr geboren, es müssten doppelt so viele sein, damit sich die Geburtshilfe rechnet.

Martina Klenk: Vorsitzende des hessischen Hebammenverbandes

"Viele Frauen müssen 50 km zur nächsten Station fahren"

Michael Gerhard: Geschäftsführer des DRK Krankenhauses in Marburg-Wehrda

"Die Haftpflichtbeiträge sind enorm gestiegen"

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