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Name von Stephan E. steht in NSU-Bericht

Geheime Akten - Name von Stephan E. steht in NSU-Bericht

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Was wusste der Hessische Verfassungsschutz über den mutmaßlichen Lübcke-Mörder Stephan E.? Erkenntnisse aus einem geheimen Bericht legen nahe, dass der Verfassungsschutz sich näher mit ihm befasst hat.

Der Name des mutmaßlichen Lübcke-Mörders Stephan E. taucht mehrfach in einem geheimen Bericht des hessischen Verfassungsschutzes auf. Das berichtet die Welt am Sonntag. Sie hatte auf Herausgabe von Informationen aus den Akten geklagt.

Welche Verbindung gab es zum NSU

Elf Mal taucht der Name von Stephan E. in einer Version des Berichts auf. Der beschäftigt sich mit der Neonazi-Szene in Hessen. Und er sollte auch der Frage nachgehen, welche Verbindungen es zur Terror-Gruppe NSU gab.

War Stephan E. wirklich seit 2009 nicht mehr auffällig?

Welche Rolle Stephan E. in den Akten spielt, das ist nicht bekannt. Aber allein dass sein Name auftaucht, hatte für Gesprächsstoff gesorgt. Denn bislang hieß es vom Verfassungsschutz, dass Stephan E. seit 2009 nicht mehr auffällig war. Doch der Bericht wurde wesentlich später erstellt.

Verfassungsschutz nimmt auf FFH-Anfrage Stellung

Am Nachmittag hat der Verfassungsschutz auf FFH-Anfrage Stellung bezogen. Stephan E. sei seit 2009 nicht mehr auffällig gewesen. Und die Behörde erklärt auch die Nennung von Stephan E. in dem Bericht. Hier sind nämlich auch die Namen von gewaltbereiten Rechtsextremen seit 1992 bis zum Jahr 2012 aufgeführt. Deshalb steht hier wohl auch Stephan E. Der ist nämlich in den 1990er Jahren mehrfach wegen rechter Gewalttaten aufgefallen.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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