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Ironman: Patrick Lange ohne Trainer auf Hawaii

Al-Sultan erhält kein Visum - Ironman: Lange ohne Trainer auf Hawaii

Ironman-Champion Patrick Lange muss beim Titel-Hattrickversuch auf Hawaii auf seinen Trainer Faris Al-Sultan verzichten. Der Weltmeister von 2005 aus München erhielt kein Visum für die Einreise in die USA. Das schrieb das Magazin "Triathlon" auf seiner Homepage. Die Deutsche Triathlon-Union, bei der Al-Sultan als Bundestrainer arbeitet, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Bericht. Langes Coach ist in München geblieben.

Welche Auswirkungen das auf seinen Schützling haben kann, erklärte Al-Sultan zunächst nicht. Während des Rennens ist es den Trainern ohnehin untersagt, ihre Athleten zum Beispiel an der Strecke über eine gewisse Distanz zu begleiten und zu coachen. Weder seine Abwesenheit noch die Meldung darüber ändere irgendwas für irgendwen außer "mir, eventuell für Patrick und meine Frau, der ich jetzt daheim auf den Geist geh", sagte Al-Sultan tri-mag.de. "Aber man kann mit arabischem Namen halt nicht einreisen."

Visum war abgelaufen

Al-Sultans Amerika-Visum war nach zehn Jahren abgelaufen. Die Behörden sollen dem 41-Jährigen, dessen Vater aus dem Irak nach Deutschland kam, kein sogenanntes ESTA ausgestellt haben. Al-Sultan trainiert Lange seit Ende 2015.

Lange will den Titel-Hattrick

Nach Platz drei bei Langes erster WM-Teilnahme 2016 holte der gebürtige Bad Wildunger 2017 und 2018 jeweils den Titel auf Hawaii. Vor einem Jahr blieb er zudem als Erster unter der magischen Acht-Stunden-Marke bei der WM. An diesem Samstag (Ortszeit) will der 33 Jahre alte Lange zum dritten Mal in Serie die Ironman-Weltmeisterschaft gewinnen.

Unfall seiner Frau hat Lange emotional mitgenommen

Patrick Lange hat eingeräumt, dass ihn der Radunfall seiner Frau nach der Ankunft auf Hawaii emotional mitgenommen hat. "Es fällt nicht leicht, wenn du auf dem Highway Fahrrad fährst und deine Frau im Krankenwagen aufsammeln musst. Wer kann das ausblenden", sagte der zweimalige Ironman-Champion in einem Interview dem Magazin "Triathlon".

"Sie hat Glück im Unglück gehabt"

Langes Frau war bei einer Radausfahrt gestürzt und hatte sich unter anderem eine Platzwunde im Gesicht zugezogen, die mit zehn Stichen hatte genäht werden müssen. "Es war ein ziemlich heftiger Einschlag. Der Helm war gebrochen", sagte Lange bei einer Pressekonferenz in Kailua-Kona. Es gehe ihr aber schon wieder sehr, sehr gut. "Sie hat Glück im Unglück gehabt." Lange hatte ihr vor einem Jahr nach seinem Triumph den Heiratsantrag gemacht.

"So lange wie möglich in Reichweite bleiben"

Als den Topfavoriten auf den WM-Titel in der Nacht auf Sonntag sieht sich Lange nicht. Jan Frodeno, der vor den beiden Lange-Triumphen (2017 und 2018) zweimal nacheinander auf Hawaii gewonnen hatte, sei "definitiv" mal wieder der herausragende Athlet. "Die Strategie muss sein, so lange wie möglich in Reichweite zu bleiben und zu hoffen, dass es zum Laufduell kommen wird", sagte Lange.

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