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Corona-Update für Nordhessen

Corona-Update für Nordhessen - Erster Corona-Toter im Landkreis Kassel

Die Corona-Pandemie betrifft auch Nordhessen. Das öffentliche Leben ist beinahe komplett zum Stillstand gekommen. Täglich steigt die Zahl der Infizierten. Ständig gibt es neue Entwicklungen.

An dieser Stelle informiert HIT RADIO FFH über die Entwicklungen bezüglich des Corona-Virus in Nordhessen. Wir freuen uns, wenn Sie die Informationen mit anderen Bürgern und Bürgerinnen teilen und uns Informationen zukommen lassen. Sie können uns schreiben an nordhessen@ffh.de 


Die Hessische Landesregierung hat in den letzten Tagen mehrere Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus erlassen. Diese und zukünftige Verordnungen sind auf der Homepage www.hessen.de abrufbar.


+++ Rund 2150 Anzeigen auf Kurzarbeit im Bereich Korbach +++

31.03.2020, 16:42 Uhr

Die Corona-Krise trifft auch den nordhessischen Arbeitsmarkt heftig. Allein im Agenturbezirk Korbach geht die Arbeitsagentur aktuell von rund 2150 Anzeigen auf Kurzarbeit aus. „Die heimischen Unternehmen nutzen dieses Instrument sehr intensiv. Die Anfragen zum Thema Kurzarbeit sind schlagartig in die Höhe geschnellt“, so Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. „Wir hatten innerhalb von zehn Tagen 1000 Beratungen zum Thema Kurzarbeitergeld.“ Die Unternehmen müssen geplante Kurzarbeit zunächst anzeigen und haben dann drei Monate Zeit, um die tatsächliche Kurzarbeit abzurechnen. Erst wenn dies erfolgt ist, liegen gesicherte Daten vor, in welchen Branchen wie viele Arbeitnehmer und in welchem Umfang in Kurzarbeit waren, soe die Arbeitsagentur. Zu den Folgen von Corona für den heimischen Arbeitsmarkt ist nach den Worten Kempers eine verlässliche Prognose derzeit nicht möglich. „Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren als recht robust erwiesen. Es hängt jetzt alles davon ab, wie schnell es gelingt, die Ausbreitung des Virus zu stoppen und wie erfolgreich die staatlichen Stützungsmaßnahmen greifen.“

+++ 81-Jähriger aus dem Raum Hofgeismar stirbt an Corona-Infektion +++

31.03.2020, 15:45 Uhr

Im Landkreis Kassel hat es den ersten Corona-Todesfall gegeben. Ein 81 Jahre alter Mann aus dem Raum Hofgeismar ist am Montagnachmittag an den Folgen der Infektion gestorben. Das hat ein Kreissprecher auf FFH-Nachfrage bestätigt. Zunächst hatte die HNA darüber berichtet. Der Mann habe unter „umfangreichen Vorerkrankungen“ gelitten und wurde zuletzt intensivmedizinisch im Klinikum Kassel behandelt. Es ist der zweite bekannte Corona-Todesfall in Nordhessen. In der vergangenen Woche war ein 90 Jahre alter Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis gestorben - bei ihm wurde später das Corona-Virus nachgewiesen. In den Zahlen des Landes Hessen vom Dienstag taucht der Todesfall aus dem Kreis Kassel bislang noch nicht auf.

+++ Landkreis Kassel startet Internetplattform für Nachbarschaftshilfe +++

31.03.2020, 14:48 Uhr

Der Landkreis Kassel startet eine Internetplattform für Nachbarschaftshilfe unter https://landkreiskasselhilft.de/. Mit der Registrierung wird der jeweilige Unterstützungsbedarf von Hilfesuchenden und die Angebote von Helferinnen und Helfern abgefragt. Ein Team beim Landkreis wertet die Angaben aus und vermittelt passende Hilfsangebote, insbesondere an ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich auch über das Bürgertelefon des Landkreises unter 0561-1003 1177 melden. 

In vielen Städten und Gemeinden haben sich bereits Helfergruppen gebildet. "Diese wollen wir gerne einbinden und vernetzen", erklärt die Bürgerbeauftragte des Landkreises Kassel, Gabriele Lengemann, die die neue Internetplattform koordiniert. Auch Vereine oder sonstige Gruppen könnten sich melden. Ist der Kontakt zwischen Hilfesuchenden und Helfenden hergestellt, ist es wichtig, mögliche Ansteckungsgefahren auszuschließen. Deshalb bietet die Plattform zusätzlich nützliche Tipps, die zum Beispiel erklären, wie das Einkaufen für andere hygienisch und sicher gestaltet werden kann. Übrigens: "Alle registrierten Helferinnen und Helfer sind bei Einsätzen über die Unfallkasse Hessen versichert", betont Lengemann. Außerdem sind die eingegebenen Daten nur für das Team beim Landkreis Kassel sichtbar. Auch werden die Daten von Personen, die Unterstützung benötigen, nicht an Dritte weitergeleitet. 

+++ 411 Corona-Infizierte in Nordhessen +++

31.03.2020, 14:25 Uhr

Nach Angaben des Sozialministeriums sind mittlerweile 411 Menschen aus Nordhessen mit Corona infiziert. Im Schwalm-Eder-Kreis sind 160 Menschen erkrankt, im Landkreis Kassel sind es 86, in der Stadt Kassel 83. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg haben sich 61 Menschen mit dem Virus angesteckt. Im Werra-Meißner-Kreis sind 21 Fälle registriert. 

+++ Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Weiterer Bewohner im Krankenhaus +++

31.03.2020, 11:25 Uhr

Nach dem Corona-Ausbruch in einem DRK-Seniorenheim in Schwalmstadt-Treysa gehe es allen betroffenen Bewohnern weiter gut. "Wir klopfen auf Holz", sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau auf FFH-Anfrage. Ein weiterer Bewohner musste allerdings ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestehe für den 95-Jährigen aber aktuell nicht. Damit sind jetzt zwei der 22 infizierten Bewohner vom DRK-Seniorenheim „Am Schwalmberg“ im Krankenhaus. Die übrigen wurden im Heim isoliert. Auch vier Mitarbeiter haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Pflege aller Bewohner sei aber sichergestellt. Das Corona-Virus kann insbesondere für ältere Menschen gefährlich werden.

+++ NVV reduziert weiter sein Angebot +++

31.03.2020, 10:30 Uhr

Ab Mittwoch, 1. April, bis mindestens 19. April 2020 wird der Betrieb der RE 2 Kassel-Eichenberg-Erfurt für den Abschnitt Kassel-Eichenberg eingestellt. Alternativ besteht die Möglichkeit den RE 9 Kassel-Wilhelmshöhe – Halle (Saale) oder ab Kassel Hauptbahnhof die RB8 Kassel-Göttingen jeweils im 2-Stundentakt zu nutzen. Damit besteht weiterhin ein Angebot für die Bahnhöfe entlang der Strecken Kassel -  Göttingen und Kassel - Erfurt.

Dazu kommt eine geplante Baustelle zwischen Bebra und Alheim-Heinbach auf der Strecke RB 5 zwischen Kassel und Bebra (Fulda). Dort finden vom 3. bis 5. April Gleisbauarbeiten statt, die dazu führen, dass Busse zwischen Bebra und Heinebach die jeweiligen Züge ersetzen und sich die Reisezeit entsprechend verlängert.

+++ Landkreis Kassel ruft zum Nähen von Behelfsmasken auf +++

30.03.2020, 15:56 Uhr

Mehrere Privatpersonen und Vereine nähen schon freiwillig so genannte Behelfsmasken zum Schutz vor Corona-Viren. Im Landkreis Kassel hat jetzt sogar der Vize-Landrat die Bevölkerung zum Nähen aufgerufen. Nähen heißt helfen, ist der Aufruf von Vize-Landrat Andreas Siebert überschrieben. Die zahlreichen Pflegedienste und Seniorenheime im Kreis benötigen mehr Schutzausrüstung - aber die sei nicht verfügbar, sagt er. Auch wenn die Behelfsmasken richtige Atemschutzmasken nicht ersetzen, sie könnten aber das Ansteckungsrisiko reduzieren. Eine Anleitung steht auf der Website vom Landkreis. Die fertigen Masken sollen dann in den Rathäusern abgeben werden. Der Landkreis will sie dann weiter verteilen. 

+++ Stadt Kassel schaltet Hotline für Kinder und Jugendliche +++

30.03.2020, 15:26 Uhr

Ab dem 1. April können sich Kinder und Jugendliche vertrauensvoll an eine Hotline des Jugendamts Kassel wenden, um Tipps zu erhalten und über ihre Sorgen sprechen zu können. Durch die Corona-Pandemie können sich Kinder und Jugendliche nicht wie gewohnt mit den Pädagogen aus den Kinder- und Jugendzentren oder der Schulsozialarbeit austauschen. Deshalb soll die Hotline sie unterstützen, wenn es in dieser Zeit Stress in den Familien gibt. "Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es notwendig, dass wir mit kreativen Lösungen weiter für die Kinder und Jugendlichen ansprechbar sind", so Jugenddezernentin Ulrike Gote. Die Mitarbeiter des Jugendamtes sind montags bis sonntags von 14 bis bis 20 Uhr unter der Hotline-Nummer 0160 – 237 9900 erreichbar. Neben dem Telefondienst wird unter der gleichen Nummer auch ein Chat über die kostenlose Software "Telegram" ermöglicht. 

+++ 404 Corona-Fälle in Nordhessen +++

30.03.2020, 14:33 Uhr

Die Zahl der Corona-Fälle in Nordhessen ist im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Laut Hessischem Ministerium für Soziales und Integration haben sich 404 Menschen in Nordhessen mit dem Virus infiziert - 23 mehr als am Vortag gemeldet (381). Die meisten Fälle gibt es im Schwalm-Eder-Kreis (158). In der Stadt Kassel gibt es 83 Fälle, im Landkreis Kassel sind es 82 Fälle. Im Kreis Waldeck-Frankenberg wurde 61 Corona-Infizierte gemeldet. Im Werra-Meißner-Kreis ist die Zahl auf 20 gestiegen. Bislang gibt es einen Corona-Todesfall in Hessen. Ein 90 Jahre alter Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist in der vergangenen Woche gestorben. Später wurde bei ihm das Corona-Virus nachgewiesen.

+++ Klage gegen Verbot von Gottesdiensten +++

30.03.2020, 14:28 Uhr

Ein katholischer Christ klagt am Hessischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Corona-Regeln im Land Hessen. Er will erreichen, dass künftig Gottesdienste in Kirchen oder Zusammenkünfte in Moscheen wieder erlaubt sind. Das Gericht mit Sitz in Kassel will noch vor Ostern eine Entscheidung treffen.

+++ Versößte gegen Corona-Regeln: 51 Platzverweise +++

30.03.2020, 10:34 Uhr

Die Polizei hat trotz des schönen Wetters am Wochenende in Nordhesse kaum Verstöße gegen die neuen Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Epidemie registriert. "In ganz Nordhessen gab es am Wochenende 161 Ansprachen an Gruppen und 51 Platzverweise", sagte Polizeisprecher Matthias Mänz auf FFH-Anfrage. Die Menschen seien aber spätestens nach dem Platzverweis der Aufforderung der Beamten nachgekommen. Nur in einem Fall musste ein Betrunkener in Eschwege die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. "Die Zahlen sind absolut im Rahmen, die Nordhessen verhalten sich ruhig und besonnen", so Mänz. Die hessische Landesregierung hatte am 23. März ein weitgehendes Kontaktverbot erlassen. Menschen dürfen draußen nur noch allein oder zu zweit unterwegs sein. Ausnahmen gibt es für Familien und häusliche Gemeinschaften.   

+++ 381 Corona-Fälle in Nordhessen +++

29.03.2020, 15:02 Uhr

Laut Land Hessen gab es bis Sonntag 381 Corona-Fälle in Nordhessen. Am Freitag wurden 309 Fälle gezählt. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor im Schwalm-Eder-Kreis. Allein hier sind 151 Menschen erkrankt. Am Freitag wurde hier der erste Todesfall bekannt - bei einem 90-Jährigen aus dem nördlichen Kreisgebiet wurde nach seinem Tod das Corona-Virus nachgewiesen. In Stadt und Landkreis Kassel gab es bis Sonntag jeweils 81 Fälle. Im Kreis Waldeck-Frankenberg wurden 55 Fälle gezählt. Im Werra-Meißner-Kreis liegt die Zahl der Infizierten mit 13 nach wie vor relativ niedrig.

+++ Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Treysa +++

28.03.2020, 19:58 Uhr

Das Corona-Virus ist in einem Seniorenheim vom Deutschen Roten Kreuz in Treysa ausgebrochen. Laut DRK sind 22 Bewohner in dem Heim „Am Schwalmberg“ infiziert. Zunächst hieß es laut DRK, das Virus wurde ursächlich von einer Bewohnerin, die vor über 14 Tagen als Gast in der Kurzzeitpflege aufgenommen worden war, übertragen. Dies sei aber laut DRK nicht bestätigt. Zwischenzeitlich, so DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau, wurden an 22 Bewohnern grippeähnliche Symptome festgestellt. In Zusammenarbeit mit den Hausärzten und dem Kreisgesundheitsamt wurden Abstriche durchgeführt, die positiv bewertet wurden. Sofort wurden alle betroffenen Personen isoliert, ein Bewohner vorsorglich in die Asklepios-Klinik in Ziegenhain eingeliefert. Auch vier Mitarbeiter hätten sich infiziert und seien in häuslicher Quarantäne. Die Pflege aller Bewohner sei aber sichergestellt. 

+++ Erster Corona-Toter in Nordhessen +++

28.03.2020, 16:10 Uhr

Am späten Freitagnachmittag wurde bekannt, dass im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis ein 1929 geborener Mann verstorben ist. Es handelt sich um den ersten Corona-Toten in Nordhessen. Ob allerdings die Corona-Infektion für den Tod des älteren Herren aus dem nördlichen Schwalm-Eder-Kreis ausschlaggebend war, ist laut Landkreis unklar. Der 90-jährige Mann befand sich wegen eines unklaren Infekts im Krankenhaus. Im Rahmen der Diagnostik wurde ein Abstrich auf eine Corona Virusinfektion veranlasst. Nachdem das positive Ergebnis am 27.03. vorlag, war der Patient bereits kurz zuvor verstorben. „Es ist sehr bedauerlich und traurig, dass nun auch bei uns im Landkreis ein erster Toter zu beklagen ist. Ich bin sehr besorgt, dass die Zahlen der Infizierten bei uns im Landkreis aktuell so stark steigen. Umso wichtiger ist mir, dass wir alle sehr diszipliniert sind und uns an die auferlegten Regeln halten“, so Landrat Winfried Becker.

+++ Über 300 Corona-Infizierte in Nordhessen +++

27.03.2020, 14:10 Uhr

Die Zahl der Corona-Fälle in Nordhessen steigt weiter. Am Freitag hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration 309 Corona-Infektionen gemeldet. Am Vortag waren es noch 274. Die meisten Fälle gibt es im Schwalm-Eder-Kreis. Hier sind es 110 Infizierte. Im Landkreis Kassel haben sich 73 Menschen angesteckt, in der Stadt Kassel sind es 65, im Kreis Waldeck-Frankenberg sind es 47 und im Werra-Meißner-Kreis wurden bis Freitag 14 Corona-Fälle gezählt.

+++ B. Braun rechnet mit Wachstum in Corona-Krise +++

27.03.2020, 13:21 Uhr

Trotz eines Umsatzrückgangs im Geschäft mit Chirurgieprodukten durch die Coronavirus-Krise rechnet der Medizintechnik-Hersteller B.Braun im laufenden Jahr mit Wachstum. "Wir sehen den Vorteil, dass wir breit aufgestellt sind", sagte Finanzvorstand Annette Beller am Freitag im nordhessischen Melsungen. So führe das Aufschieben von planbaren Operationen durch die Krise zu Einbußen in der OP-Sparte Aesculap. Dafür steige aber der Umsatz in den Bereichen Klinikprodukte und ambulante Patientenversorgung. Die Produktion des weltweit tätigen Unternehmens läuft laut Vorstand trotz Coronavirus-Krise ohne größere Störungen: "Das Kernportfolio kann nach wie vor produziert werden." Einen Produktionsstopp gab es nur in Indien. Dieser sei aber mittlerweile aufgehoben. "Ich glaube nicht, dass wir in anderen Ländern komplette Produktionsstopps kriegen", sagte Braun. B.Braun stellt in 64 Ländern unter anderem Kanülen, Nährlösungen,chirurgische Instrumente und Pflaster her. Der Sitz des Unternehmensliegt in der nordhessischen Kleinstadt Melsungen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2019 auf 64 585 (Vorjahr 63 571), davon arbeiteten 15 828 Beschäftigte in Deutschland.

+++ MHK verschiebt Sonderausstellung +++

27.03.2020, 10:25 Uhr

Die große Sonderausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) "Kasselmit allen Wassern gewaschen" wird auf das kommende Jahr verschoben. Die Sonderausstellung, die am 17. Mai 2020 in fünf Museen und Schlössern der MHK hätte eröffnet werden sollen, wird voraussichtlich im Mai 2021 eröffnet. "Eine Eröffnung im Mai dieses Jahres ist aufgrund der aktuellen Lage – der Schließung unserer Museen und dem nur eingeschränkt möglichen Leihverkehr – nicht einzuhalten. Und auch eine Verschiebung in den Herbst würde unseren kompletten Ausstellungskalender durcheinanderbringen", sagt Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der MHK, die Entscheidung.

+++ Land reaktiviert Asyl-Unterkunft in Bad Arolsen +++

27.03.2020, 09:10 Uhr

Das Land Hessen hat die Asylbewerber-Unterkunft in Bad Arolsen reaktiviert, auch die Unterkunft in Darmstadt wurde vorsorglich wieder in Betrieb genommen. „Um auf jede weitere Entwicklung vorbereitet zu sein und in den Einrichtungen der Erstaufnahme ausreichende räumliche Kapazitäten vorzuhalten, um positiv getestete Personen isolieren zu können, reaktivieren wir zwei Einrichtungen für Asylsuchende in der Erstaufnahme", so Sozialminister Kai Klose. Aktuell befinden sich in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen in Gießen vier positiv getestete Bewohner. Alle sind umgehend isoliert und versorgt worden und zeigen bisher nur leichte Symptome. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung werden mit Materialien des Robert Koch-Instituts sowie der Sozialbetreuung und den Dolmetschern über aktuelle Entwicklungen informiert. Darüber hinaus hat das Sozial- und Integrationsministerium weitere Informationen zum Coronavirus erstellt und in 13 Sprachen übersetzen lassen. Zuweisungen in die Kommunen werden aufgrund des Infektionsschutzes zunächst ausgesetzt.

+++ Land Hessen meldet 274 Corona-Fälle in Nordhessen +++

26.03.2020, 14:12 Uhr

Erneut ist die Zahl der Corona-Fälle in Nordhessen gestiegen. Nach Angaben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sind es jetzt 274 Fälle. Gestern lag die Zahl bei 236. Die meisten Fälle verzeichnet nach wie vor der Schwalm-Eder-Kreis mit 95. Die Stadt Kassel meldet 61 Fälle, der Landkreis Kassel 63 Fälle, im Kreis Waldeck-Frankenberg haben sich 42 Menschen infiziert. Am niedrigsten in Nordhessen ist die Fallzahl weiterhin im Werra-Meißner-Kreis. Hier haben sich 13 Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt - so wenige wie sonst nirgendwo in Hessen. Corona-Todesfälle hat es in Nordhessen bislang nicht gegeben.

+++ NVV dünnt Angebot weiter aus +++

26.03.2020, 13:35 Uhr

Zum Wochenende verringert sich erneut das Nahverkehrsangebot in Nordhessen. Der NVV reagiert damit nach eigenen Angaben mit seinen Partnerunternehmen auf die sich weiter verringernde Mobilität der Menschen in der Region und die steigenden Personalausfälle wegen Erkrankungen oder Kinderbetreuung. Aktuell sind nur noch ca. 20 bis 25 Prozent der Fahrgäste unterwegs. Ab Samstag wird es daher zu weiteren Anpassungen kommen. So wird etwa das Angebot der Kurhessenbahn um die Hälfte reduziert. Der NVV rechnet jedoch aufgrund der Entwicklung mit weiteren Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr. Daher empfiehlt der NVV seinen Fahrgästen, die gewünschten Fahrten vorher immer in der NVV-Auskunft zu überprüfen. Einen Überblick über die Einschränkungen und Kulanzregelungen für bereits gekaufte Tickets gibt es hier.

+++ Hephata bittet um Stoffspenden für Masken +++

26.03.2020, 10:06 Uhr

Das hessische Diakoniezentrum Hephata mit Sitz in Schwalmstadt-Treysa bittet um Stoffspenden und helfende Hände, um Schutzmasken nähen zu können. Zertifizierten Masken sind nämlich Mangelware – weltweit. Die selbstgenähten Masken sollen helfen, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. „Die Schutzwirkung dieser Masken ist nicht ideal, aber besser als nichts sind sie allemal", sagt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Wer Stoffe, wie kochbare Baumwollwäsche oder Bettlaken spenden will,  kann den Altkleidercontainer neben dem Speisen- und Versorgungszentrum auf dem Stammgelände in Treysa zu nutzen. Alternativ können die Stoffspenden auch per Paketdienst an folgende Anschrift geschickt werden: Hephata Diakonie, Sachspenden, Sachsenhäuser Str. 24, 34613 Schwalmstadt. Eine Nähanleitung gibt's hier.

+++ Land Hessen meldet 236 Corona-Fälle in Nordhessen +++

25.03.2020, 14:20 Uhr

Die Zahl der Corona-Fälle in Nordhessen ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sind es jetzt 236 Fälle. Gestern lag die Zahl bei 204. Die meisten Fälle verzeichnet der Schwalm-Eder-Kreis mit 86, die Stadt Kassel meldet 53 Fälle, der Landkreis Kassel 51 Fälle, im Kreis Waldeck-Frankenberg haben sich 36 Menschen infiziert. Am niedrigsten in Nordhessen ist die Fallzahl im Werra-Meißner-Kreis. Hier haben sich 10 Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt.

+++ Aussetzung der Kita-Gebühren im Werra-Meißner-Kreis +++

25.03.2020, 12:57 Uhr

Alle Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis konnten sich auf eine einheitliche Aussetzung der Kitagebühren für den Monat April einigen. Das hat der Kreis mitgeteilt. Ausgenommen sind demnach die Kinder, die sich in der Notbetreuung befinden. Alle Magistrate und Gemeindevorstände der 16 Kommunen haben dem zugestimmt. Ein abschließender Verzicht obliegt den Parlamentariern, die darüber erst nach der Corona-Krise entscheiden können. 

+++ Internet-Betrüger nutzen Corona-Trick +++

25.03.2020, 12:32 Uhr

Nachdem es schon mehrere Betrugs-Fälle mit vermeintlichen Corona-Tests an der Haustür gab, berichtet die Polizei in Korbach jetzt von einem versuchten Corona-Internet-Betrug. Den Betrügern war es so gelungen, an die Bank-Daten ihres Opfers zu gelangen. Eine Geldabbuchung von 14.000 Euro konnte laut Polizei im letzten Moment verhindert werden.

Laut Polizei meldete sich ein Mann am Telefon und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Anschließend sagt der Betrüger, dass die Gültigkeit des Online-Bankings Ende März auslaufe und das Zertifikat erneuert werden müsse. Eigentlich müsse man dazu die Filiale aufsuchen, aber aufgrund der "Coronapandemie" würde man dies zurzeit telefonisch erledigen. Nachdem der vermeintliche Bankangestellte ein paar persönliche Details nannte, las der Angerufene seine TAN (Transaktionsnummer) vor und der Bankangestellte bestätigte, "dass nun alles wieder in Ordnung sei". Da der Angerufene noch am selben Abend eine Überweisung tätigen wollte, sah er im Onlinebanking, dass für den Folgetag eine Überweisung in Höhe von fast 14.000 EUR angewiesen war, die er nicht veranlasst hatte. Er ließ sofort das Konto sperren. Die Überweisung wurde nicht ausgeführt, so dass letztlich kein Schaden entstanden ist. Das Geld wäre laut Polizei sonst im Ausland gelandet. Tipps zum Schutz vor Betrügern gibt es hier.

+++ Zahlreiche Bürgermeisterwahlen geschoben +++

24.03.2020, 16:59 Uhr

Angesichts der Corona-Pandemie verschieben sich in Hessen 36 Bürgermeisterwahlen die ursprünglich in der Zeit von April bis Oktober durchgeführt werden sollten auf frühestens 1. November 2020. Der Hessische Landtag hat in seiner heutigen Sitzung ein „Gesetz zur Sicherung der kommunalen Entscheidungsfähigkeit und zur Verschiebung der Bürgermeisterwahlen“ von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP angenommen. Damit solle eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung durch das hochinfektiöse Corona-Virus in den Wahllokalen verhindert werden. In Nordhessen sind davon folgende Wahlen betroffen:

  • 3. Mai: Neukirchen

  • 10. Mai: Wesertal

  • 17. Mai: Helsa und Sontra

  • 7. Juni: Vellmar und Reinhardshagen 

  • 5. Juli: Gemünden (Wohra)

  • 30. August: Hofgeismar

  • 13. September: Meißner und Zierenberg

  • 27. September: Calden

  • 25. Oktober: Ahnatal 

+++ Eltern müssen Rechnungen für Betreuung nicht bezahlen +++

24.03.2020, 16:25 Uhr

"Eltern, die seit dem 16. März die Betreuungsangebote aufgrund der Einschränkung durch die Corona-Pandemie nicht nutzen können, müssen bis auf weiteres die versandten Rechnungen nicht bezahlen", informiert Landrat Uwe Schmidt über die Vorgehensweise des Landkreises Kassel. Bereits gezahlte Betreuungsentgelte für den Einschränkungs-Zeitraum werden beim Wiederaufleben der Betreuung verrechnet oder falls dann keine Betreuung mehr gewünscht wird, zurückgezahlt.

+++ Über 200 Corona-Infizierte in Nordhessen +++

24.03.2020, 14:20 Uhr

In Nordhessen sind 204 Menschen mit Corona infiziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Hessischen Sozialministeriums hervor. Demnach sind in Stadt und Landkreis Kassel jeweils 46 Menschen an dem Virus erkrankt, im Schwalm-Eder-Kreis 74, im Kreis Waldeck-Frankenberg 32 und im Werra-Meißner-Kreis 6.

+++ Kreis Waldeck-Frankenberg: Müll aus Quaratäne Haushalten separat entsorgen +++

24.03.2020, 14:15 Uhr

Auch wenn bisher keine Fälle bekannt sind, bei denen sich Personen über Oberflächen mit dem Coronavirus angesteckt haben, sollen Abfälle aus privaten Haushalten in Quarantäne vorsichtshalber speziell entsorgt werden. Dazu ruft der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg auf. Ob Haushalte, in denen Coronavirus-Erkrankte leben oder solche, in denen sich Menschen vorsichtshalber zeitweise in Quarantäne befinden: Sämtliche Abfälle sollen in stabilen und besonders reißfesten Säcken entsorgt werden, die durch Verknoten oder Zubinden sicher verschlossen werden müssen. Zudem ist es wichtig, diese Abfälle in die schwarze Restabfalltonne zu schmeißen. „Auf Mülltrennung in Papier, Bio, gelber Sack darf in diesem besonderen Fall ausnahmsweise verzichtet werden, um ein mögliches Infektionsrisiko zu minimieren“, erklärt Silvia Dietrich, Beraterin beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass spitze und scharfe Gegenstände in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Abfallsäcke sollen nicht frei zugänglich neben Abfalltonnen gestellt werden. Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert. Im Anschluss an die Quarantäne können die Glasabfälle in einem Glascontainer entsorgt werden.  

+++ Der Nordhessische Verkehrsverbund passt sein Nahverkehrsangebot weiter an +++

24.03.2020, 11:51 Uhr

Nach Angaben des NVV sind aktuell nur noch ca. 25 Prozent der Fahrgäste unterwegs. Ab morgen,  25. März 2020 wird es daher zu weiteren Anpassungen kommen. Entlang der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel und Frankfurt auf der Linie RE 98 Frankfurt <> Schwalmstadt-Treysa/ <> Wabern <> Kassel einzelne Fahrten am frühen Morgen und späteren Abend gestrichen. Als Alternativen sind dort noch die Linien RE 30 Frankfurt <> Schwalmstadt-Treysa/ <> Wabern <> Kassel und RE 39 Bad Wildungen <> Wabern <> Kassel im Zwei-Stundentakt unterwegs, die ebenfalls genutzt werden können.  Darüber hinaus fallen die erste Fahrt ab Kassel Richtung Düsseldorf und die letzte Fahrt ab Düsseldorf Richtung Kassel auf der RE11 Düsseldorf <> Dortmund <> Paderborn (/Hagen) <> Warburg <> Hofgeismar <> Kassel aus. Im Bereich Nieste/Staufenberg entfallen Anrufsammeltaxi-Angebote abends und am frühen Morgen wegen Personalmangel. Dazu kommen einzelne Ausfälle auf allen Zug- und Buslinien in sämtlichen Landkreisen Nordhessens.

+++ Internationales Reitturnier in Spangenberg abgesagt +++

24.03.2020, 10:16 Uhr

Der Reit- und Fahrverein Spangenberg hat beschlossen, dass 29. Internationale Reitturnier CSI*** abzusagen. Grund: Aufgrund der derzeitigen Situation rund um Corona könne ein Turnier dieser Größenordnung nicht organisiert werden. Im Jahr 2021 soll es aber wieder das "Turnier mit Herz" in Spangenberg geben. 

+++ Deutsche wollen beim Spargelstechen helfen +++

24.03.2020, 09:50 Uhr

Vor der Corona-Krise war das beinahe undenkbar: Deutsche arbeiten auf den Spargelfeldern. Jetzt aber haben sich im nordhessischen Calden dutzende Menschen aus der Region für den Job gemeldet - bei Spargelbauer Manuel Klemme.

+++ Schwalm-Eder-Kreis verbietet Hamsterkäufe +++

23.03.20, 16:58 Uhr

Der Schwalm-Eder-Kreis hat per Allgemeinverfügung Hamsterkäufe verboten. Waren dürfen nur noch in einer haushaltsüblichen Menge an eine Person abgeben werden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Zudem gelten auch neue Beschränkungen für Geschäfte. Je angefangener Verkaufsfläche von 20 Quadratmetern darf nur maximal ein Kunde in den Verkaufsraum eingelassen werden. Für eine Verkaufsfläche von 500 Quadratmetern bedeutet dies maximal 25 Personen gleichzeitig. Jede Person hat einen Einkaufswagen zu benutzen, wobei die Anzahl der Einkaufswagen auf die Anzahl der maximal zulässigen Personenzahl zu begrenzen ist. Trauerfeiern und Beerdigungen sollen im engsten Familien- beziehungsweise Freundeskreis stattfinden. Als Zielvorgabe wird eine Zahl von fünf Personen angesehen. „Ich erwarte von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, dass sich jeder an die nun geltenden Regeln hält und wir es so gemeinsam schaffen, die Ausbreitung des Coronavirus signifikant zu verlangsamen, sodass es zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems kommt“ so Landrat Winfried Becker zur aktuellen Situation im Schwalm-Eder-Kreis.

+++ Rotes Kreuz verschickt Näh-Pakete für Mundschutzmasken +++

23.03.20, 16:05 Uhr

Mundschutzmasken sind in Zeiten von Corona Mangelware - im Schwalm-Eder-Kreis hat das Deutsche Rote Kreuz jetzt die Menschen zum Nähen aufgerufen. "Wir brauchen jetzt eure Unterstützung", heißt es in einem Facebook-Post vom Roten Kreuz in Schwalmstadt. Wer möchte, kann Stoffe wie Leinen oder Baumwolle spenden. Es geht aber noch einen Schritt weiter. Das DRK verschickt nämlich auch Näh-Pakete samt Anleitung an alle, die mit Nadel und Faden umgehen können. Die Masken nutzen dann nicht nur die Mitarbeiter vom DRK - sie sollen auch an Arztpraxen oder Pflegedienste verteilt werden.

+++ 188 Corona-Fälle in Nordhessen +++

23.03.20, 14:05 Uhr

Nach Angaben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ist die Zahl der Corona-Fälle in Nordhessen auf 188 gestiegen. Damit legte die Zahl der Infizierten nur leicht zu. Am Freitag waren es 186 Fälle. Die Daten müssen aber nicht unbedingt das aktuelle Bild am Montag widerspiegeln. Hintergrund: Es wurde am Wochenende weniger getestet. Und die jeweiligen Gesundheitsämter haben an jedem Tag bis mittags Zeit, ihre Fälle in ein Meldeportal vom Land einzutippen. Danach ist die Meldemöglichkeit für diesen Tag geschlossen. Heißt: Alle Fälle die nachmittags oder abends bekanntwerden, werden den Zahlen für den kommenden Tag angerechnet. Die jeweiligen Landkreise halten die Zahlen teilweiser aktueller, weil der Weg zur Veröffentlichung sozusagen kürzer ist.

+++ Schadstoffmobil fährt nicht mehr +++

23.03.20, 12:48 Uhr

Das Schadstoffmobil ist wegen der Corona-Krise vorerst nicht mehr im Landkreis Kassel unterwegs. Nach Angaben des Kreises sollten die Bürger zum Beispiel Reste von Farben oder Lösemitteln so lange zu Hause aufgewahren, bis die Schadstoffsammlung wieder angelaufen ist. Lediglich Personen, die aufgrund eines unmittelbar bevorstehenden Umzuges ihre Schadstoffe dringend entsorgen müssen, können sich unter der Telefonnummer 0561 1003-1133 telefonisch an die Abfallentsorgung wenden. "Wir versuchen in solchen Notfällen eine individuelle Lösung zu finden", so Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Abfallentsorgung im Landkreis Kassel. Mehr Infos gibt es auch hier.

+++ 186 Corona-Fälle in Nordhessen +++

Die Zahl der Corona-Fälle ist in Nordhessen erneut gestiegen. Laut Sozialministerium sind es mittlerweile 186. Die meisten davon gibt es noch immer im Schwalm-Eder-Kreis, dort wurden 66 Fälle registriert. Im Landkreis Kassel sind es 44, in der Stadt Kassel 43, im Landkreis Waldeck Frankenberg 28. Die wenigsten Fälle – und das betrifft sogar ganz Hessen – gibt’s im Werra-Meißner-Kreis. Dort sind es mittlerweile fünf Infizierte.

+++ Eigene Corona-Intensiv-Station in Kassel / Standort Wolfhagen könnte reaktiviert werden +++

Die Klinik-Konzern Gesundheit Nordhessen (GNH) hat nach eigenen Angaben eine eigene Intensiv-Station für 18 schwerkranke Corona-Patienten in Kassel eingerichtet. "Die Intensivkapazität kann bei Bedarf akut ausgebaut werden", sagt Dr. Thomas Fischer, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums Kassel. Man sei gut auf die Krise vorbereitet. An den Standorten Klinikum Kassel, der Kreisklinik Hofgeismar und dem Krankenhaus Bad Arolsen gebe es annähernd 120 intensivmedizinische Plätze. Auch der kürzlich wegen Brandschutzmängeln geschlossene Standort in Wolfhagen könnte im absoluten Notfall reaktiviert werden, heißt es. "Natürlich steht es außer Frage, dass der Standort Wolfhagen für die letzte Stufe, den Katastrophenfall, grundsätzlich betriebsbereit gehalten wird", so der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Knapp.

+++ Über 160 Corona-Fälle in Nordhessen +++

Die Zahl der Corona-Fälle ist in Nordhessen erneut gestiegen. Laut Land Hessen gibt es mittlerweile 161 Fälle. Gestern wurden 132 Fälle gemeldet. Die meisten Fälle gibt es aktuell im Schwalm-Eder-Kreis (58/ Vortag: 52), in Stadt und Landkreis Kassel sind es jeweils 38 Fälle (Vortag jeweils 29), im Kreis Waldeck-Frankenberg sind es 25 Fälle (21) und im Werra-Meißner-Kreis 2 (1). Das Land gibt jetzt auch die Fälle pro 100.000 Einwohner an. Hier ist der Wert im Schwalm-Eder-Kreis mit 32,21 mit am höchsten. Nur im Landkreis Fulda ist der Wert mit 32,77 noch etwas höher.

+++ Landkreis Kassel richtet Bürgertelefon ein +++

Der Landkreis Kassel richtet ein Bürgertelefon unter der Nummer 0561/1003-1177 ein. "Wir wollen damit eine Möglichkeit schaffen, auf die vielen berechtigten Fragen der Bürgerinnen und Bürger Antworten geben zu können", informiert Vizelandrat Andreas Siebert. Das Bürgertelefon ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr besetzt – am Samstag ist das Bürgertelefon zwischen 9 und 13 Uhr zu erreichen.

+++ Appell: Geplante OPs verschieben +++

Das Gesundheitsamt Region Kassel und der Rettungsdienst von Stadt und Landkreis Kassel bitten Patienten, geplante Krankenhausaufenthalte wie beispielsweise operative Eingriffe in Rücksprache mit ihren Krankenhäusern zu verschieben, um die Kapazität in den Krankenhäusern vorrangig schwer akut erkrankten Menschen zu Gute kommen zu lassen. "Durch die Corona-Pandemie ist die Situation in den Krankenhäusern in und um Kassel derzeit besonders angespannt, so dass jede denkbare Entlastung weiterhelfen kann", sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel.

+++ Ehemalige Koch-Klinik in Kassel könnte Corona-Krankenhaus werden +++

Die DRK-Kliniken Nordhessen bereiten die Reaktivierung der ehemaligen Klinik Dr. Koch in Kassel-Bettenhausen vor. "Es ist geplant, rund 20 Intensiv-Plätze für Corona-Patienten dort zu schaffen", sagte eine Sprecherin der DRK-Kliniken zu FFH. Ob das tatsächlich passiert, hänge jetzt von öffentlichen Finanzhilfen ab. "Die Gespräche laufen", so die Sprecherin. Bislang wurden vor allem Betten und Matratzen in das Gebäude gebracht. Es fehle aber noch Geld für die technische Ausstattung. Der Klinik-Standort wurde im vergangenen Jahr geschlossen. Eigentlich sollten hier Mikro-Appartements entstehen. Diese Pläne wurden aber vorerst auf Eis gelegt.

+++ Betrugsversuch mit Corona-Test +++

In Ahnatal hat es einen ersten Betrugsversuch in Nordhessen mit einem angeblichen Corona-Test an der Haustür gegeben. Das sagte die Polizei auf FFH-Anfrage. Die Hausbewohner hätten die Lage aber richtig erkannt und den mutmaßlichen Betrüger schnell weggeschickt und die Polizei gerufen. Bundesweit habe es zuletzt mehrere solcher Meldungen gegeben. Auch die Polizei Frankfurt hat in einem Tweet vor Corona-Betrügern gewarnt.

+++ Landkreis Waldeck-Frankenberg verbietet Veranstaltunen mit mehr als 20 Personen +++

Seit Freitag, den 20.30.2020, 08 Uhr verbietet der Landkreis Waldeck Frankenberg Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen. Das gilt für öffentliche und private Veranstaltungen. Damit soll die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden. Zuletzt gab es laut Sozialministerium 21 Infizierte im Kreis. Das Verbot gilt bis einschließlich den 19.04.2020.

+++ NVV schränkt Angebot weiter ein +++

Die Unternehmen im Nordhessischen Verkehrs-Verbund (NVV) schrauben ihr Angebot weiter zurück. Derzeit seien nur noch etwa 30 Prozent der Fahrgäste unterwegs, heißt es in einer Mitteilung des NVV. Ab kommender Woche kommt es daher zu folgenden Änderungen:

  • Ab Dienstag werden die Linien RB 5, RB 6, RB 7 und RB 8 auf einen Zwei-Stunden-Takt umgestellt.
  • Das gesamte Nachtschwärmer-Angebot im Busbereich wird ebenfalls ab sofort bis auf weiteres ausgesetzt, da keine Nachfrage mehr erwartet wird.
  • Im Landkreis-Hersfeld Rotenburg wird im Bereich von Rotenburg/Bebra ab 23. März auf die klassischen Fahrten zu den Schulen verzichtet, da durch die Schulschließungen nur noch Bedarf für die zu betreuenden Kinder besteht. Gleiches gilt für den Stadtbus Bad Hersfeld. Darüber hinaus fallen einzelne Fahrten aus, da teilweise Personal erkrankt ist oder wegen Kinderbetreuung nicht zur Verfügung steht.

Zudem gibt es kulante Regelungen, falls bereits gekaufte Tickets nicht genutzt werden. Einen Überblick dazu und aktuelle Infos zum noch bestehenden Verkehrsangebot gibt es hier.

+++ Großer Ärger um Neueröffnung des Hagebau-Gartencenters in Schwalmstadt +++

Großer Ärger in Schwalmstadt-Treysa. Dort hatte der Hagebau-Markt die Neueröffnung seines Gartencenters am Donnerstag groß beworben und damit trotz Corona-Krise etliche Kunden angelockt. Viele Schwalmstädter sind entsetzt darüber, dass die Eröffnung nicht abgesagt wurde. Der Bürgermeister der Stadt, Stefan Pinhard, schreibt in einem offenen Brief, die Werbung für die Neueröffnung sei ignorant und unverschämt. Die Verantwortlichen bei Hagebau-Markt hat FFH gestern schon um Stellungnahme gebeten – bis jetzt gibt es keine Rückmeldung. 

+++ Goetheanlage in Kassel gesperrt / OB Geselle: Haltet das Verbot ein +++

Als Reaktion auf die Corona-Krise hat die Stadt Kassel jetzt auch die Goetheanlage und den Stadthallengarten im Vorderen Westen vorsorglich abgesperrt. Vermehrt haben sich in den vergangenen Tagen Personen in größeren Gruppen dort versammelt. Obwohl sich viele Menschen umsichtig verhalten, würden sich nicht alle an die Regeln halten. Oberbürgermeister Geselle appellierte: "Es zählt die Mithilfe und Disziplin eines jeden. Denn wir müssen die Menschen schützen, die besonders gefährdet sind, einen schwereren Verlauf der Atemwegserkrankung zu erleiden: Ältere Menschen, solche mit Vorerkrankungen und weniger Widerstandskraft. Mit jedem Tag, an dem es uns gelingt, die Verbreitung des neuartigen Virus – für das in der Bevölkerung noch keine Immunität vorhanden ist – einzudämmen, retten wir Menschenleben. Ich zähle auf unsere Gemeinschaft."

+++ Staatstheater Kassel spielt aus dem "Home-Office" +++

Unter dem Motto „Wir halten Abstand, aber trotzdem zusammen“ bespielt das Staatstheater Kassel ab sofort seine Social-Media-Kanäle mit unterschiedlichen Inhalten von Lese- und Hörtipps der Dramaturgen über stayathome-Videos seiner Künstler bis hin zum Mitmach-Mittwoch, bei dem das Publikum selbst gefragt ist. Zuschauen können hier eigene Texte, Gedichte, Lieder, Musikstücke oder Ideenskizzen schicken. Aus allen Einsendungen trifft das Staatstheater eine Auswahl, die dann zu kleinen Kunstwerken umgesetzt und ab der kommenden Woche immer mittwochs online veröffentlicht wird. Mehr Infos gibt es hier.

+++ Polizei rät: Bleibt zu Hause +++

In Zeiten von Corona sollen soziale Kontakte so weit wie möglich vermieden werden. Die Polizei aus Hofgeismar hat dazu per Facepook-Post aufgerufen.

Und auch die Polizei in Göttingen rät dazu, möglichst zu Hause zu bleiben. "Niemand möchte am Ende dafür verantwortlich sein, seine Kinder oder Eltern, seinen Partner oder auch gute Freunde angesteckt zu haben, mit all den Folgen die diese Infektion mit sich bringen kann", sagt der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig. Zuwiderhandlungen gegen die aktuellen Einschränkungen werden im Falle von Straftaten zur Anzeige gebracht, im Falle von Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeld geahndet. Und auch im digitalen Raum gebe es Handlungsbedarf: "Falschmeldungen über das Virus selbst, über getroffene Regelungen und über zukünftige Maßnahmen nehmen zu und führen zu einer enormen Verunsicherung der Menschen. Beteiligen Sie sich nicht an der Verbreitung von Gerüchten und halten Sie sich an die Hinweise der offiziellen Stellen. In dieser beispiellosen Situation sind Spekulationen und 'Panikmache' völlig fehl am Platz", so Polizeipräsident Uwe Lührig.

+++ Kassel erstattet Betreuungsbeiträge der städtischen Kitas +++

Für die Dauer der Schließung von städtischen Kita-Einrichtungen besteht entsprechend der Satzung weiterhin Kostenbeitragspflicht. Das Entrichten von Verpflegungskostenbeiträgen wird für die Dauer der Schließung der Einrichtungen ausgesetzt. Für Kita-Kinder, die keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben, werden die für den Zeitraum der Schließung entfallenen Betreuungsbeiträge auf Antrag erstattet. Anträge können nach Wiedereröffnung der Kitas gestellt werden. Gleiches gilt für den Bereich der Kindertagespflege. 

+++ Medizinstudent aus Göttingen organisiert Hilfe für den Notfall +++

Der Göttinger Medizinstudent Ahmed Abdel Rahman hat gemeinsam mit anderen Medizinstudenten die Online-Plattform Medis vs. Covid-19 ins Leben gerufen. Sollten Kliniken auf dem Höhepunkt der Corona-Krise wirklich jede helfende Hand brauchen, können sich über die Plattform Studenten und Kliniken schnell vernetzen.

Ahmed Abdel Rahman: Wie können Medizinstudenten helfen?

+++ Universitätsmedizin Göttingen sagt verschiebbare Behandlungen ab +++

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bereitet sich darauf vor, verstärkt COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu behandeln. Daher werden verschiebbare Behandlungen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich abgesagt. Nicht davon betroffen sind alle nicht verschiebbaren Eingriffe. Auch die Behandlung von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten wird uneingeschränkt beibehalten. Patientinnen und Patienten, die in diesen Tagen einen Termin in der UMG hätten, werden gebeten, sich zuvor mit ihrer behandelnden Klinik in Verbindung zu setzen.

+++ Stadtreiniger Kassel: Andrang bei Wertstoffhöfen ist völlig unverständlich +++

In den vergangenen Tagen haben die Stadtreiniger deutlich mehr Andrang bei den Kasseler Wertstoffhöfen festgestellt. "Es ist gerade viel mehr los, als sonst", sagt Stadtreiniger-Sprecherin Birgit Knebel zu FFH. "Die Leute bringen Elektrogeräte, Grünschnitt, Sperrmüll - vieles ist absolut nicht notwendig", sagt Knebel. Viele hätten jetzt offenbar mehr Zeit und würden ihre Keller entrümpeln. Dabei sollten die Höfe jetzt nur angefahren, werden, wenn es absolut notwendig sei - zum Beispiel nach einem Umzug oder einer Haushaltsauflösung. "Wenn unsere Leute nämlich angesteckt werden und ausfallen, dann ist zu", so Knebel. Mehr Infos auch zur richtigen Entsorgung zum Beispiel von benutzten Taschentüchern gibt es hier.

+++ 100 Corona-Fälle in Nordhessen +++

Die Zahl der Corona-Fälle ist in Nordhessen weiter gestiegen. Sie liegt jetzt laut Angaben des Landes bei 100. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vortag (49) mehr als verdoppelt. In der Stadt Kassel sind es 23 Fälle, im Landkreis Kassel 26, im Schwalm-Eder-Kreis 32, im Kreis Waldeck-Frankenberg 18 und im Werra-Meißner-Kreis 1 Fall.

+++ Hilfe für Unternehmen +++

Was können Unternehmen tun, wenn sie durch die Corona-Krise in eine Schieflage geraten? Die Wirtschaftsförderung Region Kassel hat hierfür aktuelle Hinweise zu möglichen Hilfen zur Verfügung gestellt.

+++ RP Kassel erlaubt Arbeiten am Sonntag +++

Zur Gewährleistung der medizinischen Versorgung und der Grundversorgung der Bevölkerung hat das Regierungspräsidium Kassel die Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Regierungsbezirk an Sonn- und Feiertagen mit sofortiger Wirkung gestattet. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat das RP heute erlassen und auf seiner Homepage veröffentlicht. Sie gilt bis 30. Juni 2020. Insbesondere zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge bestehe in einer Reihe von Branchen der dringende Bedarf, das aktive Personal zur Produktion, Kommissionierung und Lieferung von wichtigen Gütern, insbesondere Lebensmitteln, Medikamenten, Medizinprodukten, Schutzausrüstung und Hygieneartikeln, verstärkt einzusetzen und entsprechende Ausnahmen zu erlangen (Sonn- und Feiertagsarbeit, 12-Stunden-Schichten, Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit). Insbesondere in den für die öffentliche Versorgung wichtigen Branchen (Gesundheit, Pflege, Rettungsdienste, Versorger, Verkehrsunternehmen, Müllentsorgung, Lebensmittelversorgung, Logistik etc.) sei es notwendig, Ausnahmen durch Allgemeinverfügung zu regeln.

+++ Amtsgericht Kassel schränkt Publikumsverkehr ein +++

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, von persönlichen Vorsprachen nach Möglichkeit abzusehen und das Gericht nur in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten aufzusuchen. In Zweifelsfällen ist vorab telefonisch abzuklären, ob eine persönliche Kontaktaufnahme erforderlich ist. Die Sprechzeiten für persönliche Vorsprachen in allen Angelegenheiten sind täglich von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Hauptgebäude in der Frankfurter Straße 9, 34117 Kassel. Die Außenstelle in der Friedrichstraße 32 – 34, 34117 Kassel ist für Publikumsverkehr geschlossen. Die Außenstelle Hofgeismar bleibt für die dortigen Angelegenheiten im obigen Sinne von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr geöffnet.  
Ansonsten sollten Anträge und andere Anliegen vorrangig per Telefon, Telefax oder auf schriftlichem Weg gestellt und vorgebracht werden. Hierfür sollen nach Möglichkeit die auf der Homepage des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main angebotenen Online-Formulare verwendet werden. 
 

Die Anzahl der Gerichtsverhandlungen wird reduziert, ein vollständiger Verzicht ist jedoch angesichts des Justizgewährungsanspruches gerade auch in eilbedürftigen Verfahren (z.B. Haftsachen) nicht möglich. Förmlichen Ladungen zu Gerichtsterminen ist daher Folge zu leisten, solange keine ausdrückliche Abladung erfolgt. Bei bestehenden Zweifeln soll eine telefonische Nachfrage erfolgen. 

+++ DRK-Kliniken verdoppeln Intensivkapazitäten +++

Die DRK-Kliniken Nordhessen in Kassel bereiten sich auf ein erhöhtes Aufkommen von Corona-Patienten vor: Seit dem Wochenende haben die Kliniken laut eigenen Angaben die Intensivkapazitäten verdoppelt. Damit stehen nun 25 Beatmungsplätze zur Verfügung. Außerdem haben die DRK-Kliniken die Betten aufgeteilt, so dass intensivpflichtige Patienten von intensivpflichtigen Corona-Patienten getrennt werden können. Auch am Standort in Kassel-Bettenhausen könnten 20 weitere Beatmungsplätze installiert werden, dafür benötige man aber finanzielle Soforthilfen vom Land. Neben der Aufstockung der Beatmungsbetten haben die DRK-Kliniken auch eine Fieberambulanz eingerichtet. Fieberpatienten können dort abklären, ob die Symptome Hinweise auf das Corona-Virus geben.

+++ Homberg (Efze) verzichtet vorerst auf Kita-Gebühren +++

Die Stadt Homberg (Efze) verzichtet vorerst bis Ende April auf die Abbuchung von Kita-Gebühren. Das hat die Kommune auf Facebook mitgeteilt. "Der Magistrat der Stadt Homberg (Efze) möchte mit der Aussetzung des Beitragseinzugs auf unbürokratische Weise die finanzielle Belastung der Eltern in den kommenden Wochen abmildern“, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Auch in anderen Städten in Nordhessen wird über die Aussetzung der Gebühren beraten - so etwa in Baunatal oder Eschwege. "Eine Entscheidung hierzu wird es in Baunatal aber voraussichtlich erst Mitte kommender Woche geben", sagte Baunatals Stadtsprecherin Susanne Bräutigam auf FFH-Anfrage.

In Kassel hätten Eltern laut Satzung wegen höherer Gewalt einen Anspruch auf Rückerstattung der Gebühren. Dies gehe aktuell aber nur auf Antrag. Man prüfe derzeit aber, wie man ein unbürokratischeres Verfahren einrichten könnte, sagte ein Stadt-Sprecher zu FFH.

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