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Würgassen: Bohrungen für Atommülllager

Atommülllager in Würgassen - Bohrungen zur Untersuchung des Baugrunds

© dpa

Außenaufnahme vom ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen mit seinem Umspannwerk. Die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) plant auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

Kurz hinter der hessischen Grenze - im nordrhein-westfälischen Würgassen - beginnen Bohrarbeiten für ein geplantes Atommülllager. Hier sollen ab 2027 radioaktive Abfälle zwischengelagert werden, die beim Rückbau von Atomkraftwerken entstehen. 

Erster Schritt für weitere Genehmigungsverfahren

In den nächsten drei Wochen bohrt eine Fachfirma in bis zu zehn Metern Tiefe und nimmt Bodenproben. Dadurch soll geklärt werden, wo am besten Gebäudefundamente, Straßen und Schienen hin sollen. Es ist ein erster Schritt für weitere Genehmigungsverfahren.

Immer mehr Widerstand

Derweil formiert sich immer mehr Widerstand gegen das Atommülllager. Anwohner aus dem Dreiländereck fürchten unter anderem erhöhtes Transportaufkommen und Lärm – in der Folge dann auch, dass der Tourismus einschläft, so der Sprecher der "Bürgerinitiative gegen atomaren Dreck im Dreiländereck" zu FFH.

Madleen Khazim

Reporterin
Madleen Khazim

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