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Kassel legt Pläne für Ausbau der Radwege vor

Kassel - Stadt legt Pläne für Radwege-Ausbau vor

Die Stadt Kassel hat konkrete Pläne für den Ausbau des Radverkehrs in den kommenden Jahren vorgestellt. Demnach sind 86 Projekte auf 79 Kilometern Straße geplant. Mehr als die Hälfte der Projekte soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden, hieß es in einer Mitteilung der Stadt.

Corona könnte Finanzierung erschweren

Ursprünglich waren 66 Millionen Euro für den Ausbau der Radwege eingeplant. Durch die Corona-Krise könnte der Betrag aber kleiner werden, weil womöglich Fördermittel kleiner ausfallen. "Inwiefern wir in Folge der Corona-Pandemie womöglich weniger Geld zur Verfügung haben, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen", so Verkehrsdezernent Dirk Stochla.

© Stadt Kassel

Auf diesen Strecken sollen in den nächsten Jahren die Radwege ausgebaut werden.

Das sind die größten Projekte in diesem Jahr

Konkret in diesem Jahr umgesetzt werden sollen fünf größere Projekte: die Fahrradstraße Goethestraße, die Fahrradstraße Schillerstraße (1. Abschnitt) sowie Radwege an der Bürgermeister-Brunner-Straße, dem Frasenweg und der Druseltalstraße. Darüber hinaus läuft gerade ein Abstimmungsverfahren mit dem Ziel, in der westlichen Kohlenstraßen zeitnah Radfahrstreifen zu realisieren.


Eine komplette Übersicht der geplanten Projekte gibt es hier.


Forderung vom "Radentscheid" aufgegriffen

"Wir werden die nun vorgelegte Projektliste im nächsten Schritt zeitnah im ,Arbeitskreis Rad‘ mit den dort vertretenen Vereinen und Initiativen erörtern", so Dr. Georg Förster, Leiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes. Man habe bei den Plänen auch Forderungen der Initiative Radentscheid Kassel aufgegriffen, so die Stadt. Die Initiative hatte zuletzt den Ausbau im Radverkehr grundsätzlich gelobt, aber mehr Tempo und clevere Planung der Radwege angemahnt.

Radentscheid: Manches kommt zu spät

So kommen einige Projekte später als erhofft, sagt Maik Bock vom Radentscheid zu FFH. "Der Ausbau der Kohlenstraße hätte deutlich früher kommen können, ebenso die Fahrradabstellanlage am Bahnhof Wilhelmshöhe", so Bock. Positiv sei aber, dass die Wilhelmshöher Allee in den Plänen auftauche. Ob die Projekte das Radfahren in Kassel wirklich angenehmer machen, hänge aber auch von der konkreten Umsetzung ab, so Bock.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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