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Viele Städte erlauben Außengastronomie im Winter

Weil Gäste Innenräume meiden - Städte erlauben Außenbewirtung im Winter

Der Buttermarkt in Fulda ist umringt von Restaurants und Cafés - und viele Gastronomen machen sich Sorgen wegen der kommenden kalten Monate. 

Weil viele Gäste aus Angst vor einer Corona-Infektion geschlossene Räume scheuen, sind vor allem die Außenplätze von Restaurants und Cafés beliebt. Doch wie soll das im Herbst und Winter werden?

Die Stadt Fulda zum Beispiel will erstmals auch in der kalten Jahreszeit Außengastronomie erlauben. „Wir wissen um die schwierige Situation der Gastronomen und wollen ihnen unter die Arme greifen“, hat Fuldas Magistratssprecher Johannes Heller am FFH-Mikro gesagt. Eigentlich dürfen in Fulda nur bis Oktober draußen Tische und Stühle stehen. In anderen Städten wie Wiesbaden, Mainz oder Willingen ist sowieso ganzjährig Außenbewirtung erlaubt.

Frankfurt will Außengastronomie im Herbst und Winter ermöglichen

Betreiber von Cafés und Restaurants in Frankfurt dürfen im kommenden Herbst und Winter generell Wind-, Kälte- und Regenschutz für ihre Gäste aufstellen. Zum Wetterschutz zählen etwa Heizpilze und -strahler. Mit Blick auf die Corona-Situation solle so in den kommenden kühleren Monaten eine Außengastronomie ermöglicht werden, teilte die Stadt Frankfurt mit. Ein extra Genehmigungsverfahren sei nicht mehr nötig. Diese Regelung gelte bis zum kommenden Frühjahr.

Die meisten Städte erlauben das Aufstellen von Heizpilzen

Auch das Aufstellen von Heizpilzen erlauben die meisten Städte – obwohl sie als klimaschädlich gelten. Darmstadt will sie zumindest bis nach der Pandemie erlauben. "Unser Sofortprogramm Klimaschutz schlägt ein Verbot von Heizpilzen vor - aber die Situation der Gastronomen ist schwierig. Und es ist in der kalten Jahreszeit auch wünschenswert, wenn Lokale zum Infektionsschutz Alternativen im Außenbereich anbieten. Der Magistrat wird den Punkt deswegen erst dann verfolgen, wenn die Pandemie als bewältigt gelten kann", heißt es von der Stadt Darmstadt. Anders in Heidelberg - dort bleiben Heizpilze verboten. 

"Die Gastronomie muss überleben" sagt Darmstadts Bürgermeister Reißer

Gastronomen müssen sich Konzepte überlegen

© FFH

Robert Mangold vom Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA sagte im Gespräch mit HIT RADIO FFH, dass viele Gastronomen in den ersten kalten Tagen Einbrüche von bis zu 80 Prozent hatten, weil sich die Gäste nicht in die Innenräume setzen wollten. Er fordert deswegen eine Lockerung der Hessischen Bauordnung. Restaurants, Cafés und Kneipen sollte das Aufstellen von Windschutzwänden und Heizpilzen großzügig erlaubt werden, so Mangold.

Robert Mangold von der DEHOGA: Kaltes Wetter bringt teils Einbrüche von 80 Prozent

"Man sollte den Gastronomen deswegen erlauben, Windschutzwände und Heizpilze aufzustellen."

FFH-Reporter Nicolas Frühling fragt in Kassel

"Was halten Sie von Heizpilzen?"

© FFH

FFH-Reporterin Eva-Maria Lauber über die Situation in Fulda

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Eva-Maria Lauber

Reporterin
Eva-Maria Lauber

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