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Vergewaltigungs-Vorwurf: Dieter Wedel angeklagt

Vergewaltigungs-Vorwürfe - Regisseur Dieter Wedel angeklagt

© dpa

Regisseur Dieter Wedel sitzt wahrscheinlich bald wegen Vergewaltigung auf der Anklagebank.

Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen den Regisseur Dieter Wedel (81) wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung erhoben. Das teilte die Behörde mit. Der ehemalige Intendant der Bad Hersfelder Festspiele hat die Vorwürfe bestritten.

Es geht um einen Vorwurf aus dem Sommer 1996. Die Schauspielerin Jany Tempel gibt an, Wedel ("Der große Bellheim", "Der Schattenmann") habe sie damals in einem Münchner Hotel zum Sex gezwungen. Damals, im Alter von 27 Jahren, habe sie für eine Rolle vorsprechen wollen.Die 20-seitige Anklage führt nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 20 Zeugen, eine Gutachterin sowie Kalendereinträge als Beweismittel an.

FFH-Interview brachte Fall ins Rollen

Wedel, der mit TV-Mehrteilern wie "Der König von St. Pauli" zu den bekanntesten deutschen Regisseuren zählt, hat den Vorwürfen per eidesstattlicher Erklärung widersprochen. Ein  FFH-Interview hatte vor mehr als drei Jahren den Fall ins Rollen gebracht: Wedel behauptete darin, als junger Mann selbst Opfer von sexuellen Übergriffen gewesen zu sein – mehrere Frauen beschuldigten ihn daraufhin, übergriffig gewesen zu sein – und Wedel trat als Intendant der Hersfelder Festspiele zurück. 

Ermittlungen waren umfangreich

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sich lange hingezogen - vor allem auch, weil Zeugen im Ausland vernommen werden mussten. Ende Januar wies die Generalstaatsanwaltschaft München eine Fachaufsichtsbeschwerde von Tempels Anwalt Stevens über die lange Dauer gegen die Staatsanwaltschaft München I ab. "Die Sachbehandlung ist nicht zu beanstanden", sagte ein Sprecher damals. Für Wedel gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in dem Strafverfahren die Unschuldsvermutung.

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