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Bürgerprojekt zum Thema Lichtverschmutzung startet

Lichtverschmutzung - Bürgerprojekt startet im Kreis Fulda

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Symbolbild

Die Stadt Fulda und das Biosphärenreservat Rhön gelten als Vorzeige-Regionen, wenn es um den Kampf gegen Lichtverschmutzung geht. Denn zu viel und zu helles Licht schadet Insekten und nachtaktiven Tieren. Deswegen gibt es überall im Landkreis Fulda zum Beispiel besondere Straßenlampen, deren Licht nicht weit streut, sondern einen kleinen Lichtpegel bildet. Und auch viele öffentliche Gebäude werden schonender beleuchtet.

Wo wird besonders gut gegen Lichtverschmutzung vorgegangen? Und wo nicht?

Der Landkreis Fulda macht also schon sehr viel richtig - manchmal gibt es aber vielleicht noch Verbesserungsbedarf. Deswegen startet heute dazu ein bürgerwissenschaftliches Projekt. Jeder kann auf einem Online-Portal Fotos hochladen von Beispielen, wo die Lichtverschmutzung gut eingedämmt wird – aber genauso von Beispielen, wo noch nachgebessert werden könnte. 

Frank: "Es gibt sehr viele gute Beispiele, wo jemand rücksichtsvoll mit Licht umgeht."

Sabine Frank vom Sternenpark Rhön erklärt, um was es bei dem Bürgerprojekt gehen soll.

Es gibt in unserem Landkreis wirklich so viele gute Beispiele, wo wirklich jemand rücksichtsvoll mit Licht umgeht, Buddhas er auch angenehme aussieht, nicht blendet. Nun nach unten warmes Licht und vielleicht auch nachts ausgeschaltet ist. Da würden wir uns freuen, wenn wir da einfach Bilder bekommen. Aber genauso natürlich auch dort, wo einfach zu viel Licht eingesetzte Bus über Null wird, wo es weit über die Grundstücksfläche hinaus die ganze Umgebung aufhält. Da hätten wir gerne Fotos

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Frank: "Wollen nicht mit Finger auf jemanden zeigen"

"Wir wollen dabei aber nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen und sagen "Du machst es nicht gut". Sondern das Projekt soll dazu dienen, Impulse zur Reduktion von Licht zu geben. Deswegen sammeln wir auch Beispiele von besonders gelungener Lichtreduktion. Und wir wollen auch keine Fotos von Privatgrundstücken haben, sondern lieber von Parkplätzen oder öffentlichen Gebäuden", sagt Sabine Frank vom Sternenpark Rhön im Interview mit HIT RADIO FFH.

Projekt geht bis Ende Februar

Bis zum 28. Februar können die Fotos auf der Seite des Vereins des Sternenparks Rhön hochgeladen werden - die Fotos sollten am besten die Situation am Tag und in der Nacht abbilden. 

 

Frank: "Wir wollen niemanden anschwärzen."

Sabine Frank sagt, dass es bei dem Projekt um öffentliche Gebäude und Plätze gehen soll - nicht um das Gelände von Privatpersonen.

Das war auch alles anonym. Also es geht hier nicht um einen auszuwischen oder anzuschwärzen. Wir wollen auch kein Licht von privat Geländen, sondern eigentlich eher Öffentliches Licht zum Beispiel im Dorfgemeinschaftshaus. Ob man das nicht mehr besser einstellen kann, solche Sachen. Aber jetzt will nicht unbedingt privat Beleuchtung

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Eva-Maria Lauber

Reporterin
Eva-Maria Lauber

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