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Zu teuer - Kreiskrankenhaus in Alsfeld bekommt Ersatzneubau

Finanzielle Einsparungen - Ersatzneubau für Kreiskrankenhaus Alsfeld

© dpa

Symbolbild

Von 90 Millionen Euro auf 75,9 Millionen. Der Neubau für das Kreiskrankenhaus in Alsfeld hat seinen Kostenplan reduziert. Für den Ersatzneubau muss allerdings auch Fläche weichen.

Ursprüngliche Pläne reduziert

2021 war ein Gesamtbedarf für den Neubau ermittelt worden, der sich auf 90,2 Millionen Euro beläuft. Die Summe übersteigt jedoch die Mittel des Krankenhauses. Anstatt 10.000 Quadratmeter Neubau-Fläche, soll der Neubau jetzt also nur noch 7600 Quadratmeter betragen. Durch die gestiegenen Baukosten und die Inflation rechne man jedoch mit 10 Millionen Euro Mehrkosten. Trotzdem kriegt der günstigere Neubau grünes Licht. „Nach dem Aufsichtsrat hat am Dienstagabend auch die Krankenhaus-Kommission für den Neubau gestimmt und somit die entscheidenden Weichen für die Zukunft gestellt, um unsere gesundheitliche Versorgung im Vogelsbergkreis für die nächsten Jahrzehnte zu sichern“, so Landrat Manfred Görig. 

Kein Einsparen an medizinischer Versorgung

Der Ersatzneubau weist alle erforderlichen Flächen auf. Darunter die Zentrale Notaufnahme, eine Endoskopie, eine Radiologie und eine zentrale Operationsabteilung. 144 Patienten kann der Ersatzneubau aufnehmen. Die neue Intensivstation verfügt über zusätzlich acht Betten. Bei der Überarbeitung des Kostenplans fand Volker Röhrig, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Alsfeld, Einsparmöglichkeiten. So sollen künftig Räume zum Beispiel zeitlich gestaffelt nutzbar sein. Die Einsparungen schränken nicht die Patientenversorgung ein.

Mehrere Jahre Bau

Der eigentliche Planungsbeginn für den Ersatzneubau könnte im Mai/Juni 2023 starten, sodass zum Jahresanfang 2024 der Bauantrag eingereicht werden könnte. Ende 2025 könnten erste Arbeiten fertig sein. Mit einem fertigen Ersatzneubau rechnet man Ende 2027.

Lilith Roska

Reporterin
Lilith Roska

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