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Vögel im Winter unterstützen - aber richtig!

NABU gibt TippsVögel im Winter unterstützen

Symbolbild

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Bei winterlichen Temperaturen haben es auch die Vögel im FFH-Land schwerer. Doch ab wann sollte man die Tiere unterstützen und worauf muss man beim Füttern achten? Der Naturschutzbund gibt Tipps.

Wenn es draußen ungemütlich wird und die Nachttemperaturen unter Null fallen, wie vergangene Nacht in weiten Teilen von Osthessen, beginnen viele damit, die Vögel in ihrem Garten zu füttern. Der Naturschutzbund Hessen rät aber, Vögeln erst dann Futter anzubieten, wenn der Boden gefroren ist oder eine geschlossene Schneedecke liegt. Erst dann sei es für Vögel schwierig, ausreichend Essbares zu finden.

Futtersilo statt Vogelhäuschen

Wer Vögel dann unterstützen möchte, der solle bestenfalls ein sogenanntes Futtersilo einsetzen. Darin sei das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt. In offenen Vogelhäuschen könne das Futter nass oder durch Kot verunreinigt werden. 

Welches Futter?

Der NABU schreibt: "Mit Körnerfutter lassen sich gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Futtersilo anlocken. Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man mit Haferflocken, Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. In kleinen Holzgestellen lassen sich zum Beispiel Äpfel feststecken. Für Allesfresser wie Meisen sind die bekannten Meisenknödel oder Meisenringe sowie Drahtbehälter mit Erdnüssen das richtige Angebot."

Auf die Herkunft des Futters achten

Besonderes Augenmerk solle auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden, heißt es in einem Schreiben des NABU. Billige Futtermischungen seien oft mit Samen der Allergie auslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt. Der NABU appelliert an Vogelfreunde, keine Speisereste zu verfüttern, da sie für Vögel in der Regel nicht bekömmlich sind. Besonders problematisch seien gesalzene Speisen.

Olaf Brinkmann

Reporter:
Olaf Brinkmann

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