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Stadt Fulda bekämpft Eichenprozessionsspinner

Fulda - Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner

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Die Stadt Fulda bekämpft den Eichenprozessionsspinner. 

Nachdem im vergangenen Jahr der Eichenprozessionsspinner erstmalig massiv im Landkreis Fulda aufgetreten ist, hat sich die Stadt Fulda im Einvernehmen mit dem Naturschutzbeirat und dem Gesundheitsamt Fulda für Bekämpfungsmaßnahmen im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes entschieden. Mittels eines biologischen Präparats, welches in Kürze (je nach Witterungsverlauf) gezielt in die Baumkronen der städtischen Eichen ausgebracht wird, sollen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor dem Erreichen des dritten Raupenstadiums, ab dem die gefährlichen Brennhaare ausgebildet sind, abgetötet werden.

Kontakt mit Brennhaaren kann heftige allergische Reaktionen auslösen

Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der Raupen kann Hautausschläge hervorrufen. Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zum allergischen Schock führen. Sogar das Berühren der Gespinstnester ist gefährlich, da auch nach Verpuppung und Schlupf der Larven die giftigen Brennhaare dort verbleiben und bei Kontakt weiter Reizungen verursachen können.

Eichenstandorte während der Bekämpfungsmaßnahme zeitweilig gesperrt

Für die Bekämpfungsmaßnahmen wurden durch das Amt für Grünflächen und Stadtservice im Vorfeld gezielt stark frequentierte Eichenstandorte an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, Spielplätzen, Fried- und Schulhöfen, sowie Freiflächen von Kindertagesstätten festgelegt und eine Fachfirma beauftragt.

Verwendetes Mittel ist für Menschen unbedenklich

Verwendet wird ein Biozid, welches humantoxikologisch, d.h. für Menschen, als unbedenklich gilt und z. B. im Rhein-Main-Gebiet seit vielen Jahren erfolgreich gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt wird. Hierbei handelt es sich um das Bakterium Bacillus thuringiensis, das vor allem im Boden, aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern natürlich vorkommt. Die Bereiche um die besprühten Eichen werden temporär abgesperrt – die Stadt bittet, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten!

(Quelle: Stadt Fulda)

Eva-Maria Lauber

Reporter:
Eva-Maria Lauber

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