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Fuldaer Literaturpreis für Johanna Maxl

Erstmals verliehen - Fuldaer Literaturpreis für Johanna Maxl

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Johanna Maxl wurde mit dem Fuldaer Literaturpreis ausgezeichnet. 

Die Stadt Fulda hat mit einem erstmals ausgeschriebenen Literaturpreis ein recht neues Gesicht der deutschen Literatur-Szene ausgezeichnet. Nachwuchsautorin Johanna Maxl nahm gestern im Fuldaer Stadtschloss die Ehrung entgegen. Die 1987 geborene Schriftstellerin und Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Debütroman "Unser großes Album elektrischer Tage". In Fulda wird fortan jährlich eines der besten deutschsprachigen Debütwerke der Saison von einer Jury ausgewählt.

"Vieldeutigkeit, Anspielungsreichtum und Humor"

Literaturkritiker Christoph Schröder sagte als Jury-Sprecher über die Preisträgerin, Maxl habe mit ihrem Debütroman einen Text geschrieben, der durch die "Sicherheit ihrer literarischen Stimme" beeindrucke. "In prägnant poetischen Bildern beschreibt sie die Gebrochenheit von Rollenvorstellungen im 21. Jahrhundert." Ungewöhnlich sei die Form: Im Chor sprechen die Kinder einer Figur namens Johanna, die verschwunden ist. Das Fazit der Jury: "Maxls Prosa besticht durch Vieldeutigkeit, Anspielungsreichtum und Humor."

"Sie trägt dazu bei, Grenzen einer Kunstform auszuloten"

Die Stadt Fulda erklärte zu der aus Bayern stammenden Autorin, Maxl trage mit Experimentierfreude dazu bei, die Grenzen einer Kunstform auszuloten und Verbindungen zu anderen Ausdrucksformen zu schaffen. Ihre Texte finden etwa an der Schnittstelle zur Kunst Anwendung, werden szenisch oder räumlich in Performances und Installationen inszeniert

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