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A49: Bäume im Dannenröder Forst bleiben verschont

A49-Ausbau bei Homberg/Ohm - Dannenröder Forst wird erstmal verschont

Die Bäume im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis werden vorerst nicht gefällt. Die rund 100 Hektar Wald sollten im Oktober für den Bau der A 49 gerodet werden. Die Planungsgesellschaft Deges, die für Planung und Bau der Autobahn zuständig ist, hat das Vorhaben auf die nächste Fällperiode verschoben. Damit kann sie frühstens im Oktober nächsten Jahres damit beginnen. 

Umweltaktivisten wollen im Wald bleiben

Seit Ende September besetzen Umweltaktivisten Teile des Dannenröder Forsts, um die Rodung zu verhindern. Sie protestieren damit gegen den Bau der Autobahn, weil die Trasse eine Schneise in den Wald schlagen würde. Die Aktivisten wollen auch weiterhin dort bleiben, sagen sie im Gespräch mit FFH. "Wir gehen hier erst weg, wenn sicher ist, dass die Autobahn überhaupt nicht gebaut wird", sagte einer der Waldbesetzer. Die etwa 20 Umweltaktivisten haben mehrere Baumhäuser gebaut und harren dort aus.

Deges: Vorarbeiten haben sich verzögert

Die Deges teilte in einer Pressemitteilung mit, dass die Vorarbeiten für den Baubeginn nicht wie geplant abgeschlossen werden konnten und die Bäume deshalb nicht gefällt werden können. Vorher müssten erst noch geschützte Tierarten umgesiedelt werden. Dadurch verzögere sich auch das Vergabe-Verfahren für die A49. Dennoch solle der neue Autobahnabschnitt zwischen Schwaldmstadt und Gemünden/Felda wie geplant 2024 in Betrieb genommen werden. 

Ausbau ist umstritten

Der Ausbau der A 49, die Nord- und Mittelhessen verbinden soll, ist in den anliegenden Städten und Gemeinden seit Langem umstritten. Gegner nennen die Pläne sinnlose Naturzerstörung, Befürworter sagen unter anderem, dass die Region dann besser angebunden ist. 

Umweltaktivist im Dannenröder Forst (anonym)

1. "Der Autobahn-Ausbau ist verrückt."

2. "Bäume besetzen ist besser als eine Demo."

3. "Es werden noch spannende Dinge passieren."

Miriam Bott

Reporter
Miriam Bott

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