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Landrat Görig für zügigen Ausbau der A49

"Wir wollen den Lückenschluss" - Landrat Görig für schnellen A49-Ausbau

© FFH

Landrat Manfred Görig im Gespräch mit FFH (Archivbild).

„Wir wollen den Lückenschluss und sprechen uns ganz klar für den Weiterbau der A 49 bis zum Ohmtal-Dreieck aus“, erklären Landrat Manfred Görig (SPD) und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (CDU) in einer gemeinsamen Stellungnahme. Beide verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Resolution der Großen Koalition, über die in der nächsten Kreistagssitzung am 11. November beraten werden soll. Damit soll die Hessische Landesregierung aufgefordert werden, entsprechend dem Koalitionsvertrag von CDU und Grünen in Hessen und dem Planfeststellungsbeschluss „für einen zügigen Weiterbau der A 49 zu sorgen“.

Grüne und Linke wollen Stopp der Arbeiten

Grüne und Linke forderten erst kürzlich, den Ausbau so lange zu stoppen, bis es einen gesetzlich verankerten Klimaschutzplan für Deutschland gibt, der auch den Straßenausbau und den Umgang mit schutzwürdigen Wäldern regelt. Die Rodungen sollen eingestellt werden und die Ausgleichsmaßnahmen des mit dem Ausbau beauftragten Unternehmens überprüft werden. Denn da gebe es deutliche Mängel.

Seit 40 Jahren in der Diskussion

„Über den Ausbau der A 49 wird seit nahezu 40 Jahren diskutiert“, ruft Landrat Görig in Erinnerung. Die Region, auch die Wirtschaft hätten sich in der Vergangenheit klar positioniert und die A 49 gefordert. Ebenso der Vogelsberger Kreistag. Die ersten Beschlüsse wurden bereits 2005 und 2012 gefasst. 2014 wurde aufgrund eines gemeinsamen Antrags von SPD, Grünen und Freien Wählern mit deutlicher Mehrheit der Weiterbau gefordert. Dieser Beschluss wurde 2017 noch einmal bekräftigt: Mit erneut breiter Mehrheit forderte der Kreistag – auf Initiative der FDP – den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf, „die A 49 endlich zur Chefsache zu machen und dieses zentrale Projekt für die Region im Rahmen eines rechtssicheren Verfahrens endlich zu einem Abschluss zu bringen“. Denn: Die Autobahn ist für die wirtschaftliche Entwicklung des nördlichen und westlichen Vogelsbergkreises sowie für die Entlastung der Menschen, die an den stark befahrenen Zubringern zum jetzigen Autobahnende leben, unabdingbar, teilte Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak vor zwei Jahren dem Ministerpräsidenten und dem Verkehrsminister in einem Schreiben die entsprechende Beschlusslage des Kreistages mit.

Olaf Brinkmann

Reporter
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