Nachrichten > Osthessen, Top-Meldungen >

Ursachen-Suche nach tödlichem Segelflieger-Absturz

Fulda: Pilot kam ums Leben - Ursachen-Suche nach Segelflieger-Absturz

Nach dem tödlichen Absturz eines Segelflugzeugs in Fulda suchen Ermittler die Ursache. Die Maschine war am Pfingstmontag rund 300 Meter neben der Landebahn abgestürzt und ausgebrannt. Der 66-jährige Pilot kam ums Leben.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig sei beauftragt worden, ein Gutachten zur Unfallursache zu erstellen, berichtete die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, Christine Seban. Damit soll geklärt werden, ob ein technischer Defekt oder ein Pilotenfehler den Absturz verursachte. Mit dem Ergebnis sei erst in einigen Monaten zu rechnen, sagte Seban. Experten der Bundesstelle hatten noch am Montag damit begonnen, an der Absturzstelle in den Fulda-Auen Untersuchungen durchzuführen und die Wrackteile abzutransportieren.

Erfahrener Pilot

Der Pilot aus Petersberg sei am späten Vormittag beim Landeanflug am Rande einer Kleingartenanlage auf einer Wiese abgestürzt, sagte Polizeiführer Peter Lang in Fulda. Als die Rettungskräfte eintrafen, habe der Flieger in Flammen gestanden. Der Mann konnte demnach nur noch tot vom Pilotensitz geborgen werden. Er war Mitglied im Aeroclub Rhön. "Nach Angaben von Vereinsmitgliedern galt er als erfahrener Pilot", sagte Staatsanwaltschafts-Sprecherin Seban.

"Menschen haben Glück gehabt"

Menschen in den anliegenden Kleingärten kamen nicht zu Schaden. Nach ersten Erkenntnissen habe sich der Pilot zur Landung angemeldet, als das Unglück dann aus unklarer Ursache rund 300 Meter vor dem Flugfeld passierte. Nach Angaben der Polizei hatte er fünf Liter Treibstoff an Bord, die für einen Mini-Motor als Rückkehrhilfe gedacht waren. Der Segelflieger sei auf einer Wiese abgestürzt, die zwischen der an Pfingsten gut besuchten Schrebergartenanlage und einem viel befahrenen Radweg gelegen habe, sagte der Leiter der Feuerwehr Fulda, Thomas Helmer, der auch Einsatzleiter vor Ort war. "Die Menschen dort haben sehr viel Glück gehabt."

FFH-Reporter Olaf Brinkmann über den Absturz

Ein Wunder, dass noch nicht mehr passiert ist, sagt FFH-Reporter Olaf Brinkmann im Gespräch mit Julia Nestle und Johannes Scherer von Guten Morgen Hessen!

nach oben