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Kultursommer statt Theater-Festspiele

Kultursommer statt Festspiele - Programm wird präsentiert

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Fallen dieses Jahr aus: Die Bad Hersfelder Festspiele 

Eigentlich wären am (heutigen) Freitagabend die 70. Bad Hersfelder Festspiele eröffnet worden. Nach der coronabedingten Absage und der Suche nach einem zumindest kleinen Trostpflaster-Programm für die Jubiläumssaison des Theater-Festivals hat die Stadt die Ausrichtung eines Kultursommers bekanntgeben. Das Programm dafür soll am 2. Juli (14.00 Uhr) bei einem Pressegespräch in Bad Hersfeld vorgestellt werden, wie die Festspiele auf Anfrage mitteilten. Das Programm stammt von der Stadt und wird von den Festspielen kuratiert, wie eine Sprecherin erklärte.

Fünf Wochenenden

Der Kultursommer findet an fünf Wochenenden - jeweils von Freitag bis Sonntag - in der Zeit vom 17. Juli bis 16. August statt. An den 15 Veranstaltungstagen gibt es eine Reihe von Einzelverstaltungen, die im Stiftsbezirk und in der Innenstadt stattfinden sollen. Auf dem Programm stehen werden kleine Theaterstücke, Musik, Vorträge, Lesungen und zum Beispiel Kunstinstallationen. Das Motto lautet: "Ein anderer Sommer. Hersfeld - Stadt der Geschichten. Gestern - heute - morgen." "Es werden aber keine Ersatzfestspiele", sagte Stadtsprecher Meik Ebert, um die Erwartungshaltung zu begrenzen. In der Stiftsruine, wo alljährlich die großen Theaterstücke über die Bühne gehen, wird es nur Vorstellungen für rund 250 oder etwas mehr Zuschauer geben können. "An mittelgroßen Orten können es vielleicht nur 70 Leute sein und an kleinen Orten nur 20 Zuschauer", verdeutlichte Ebert. Tickets können im Vorverkauf sowie an den Tages- und Abendkassen erworben werden. Thematisch geht es beim Kultursommer etwa darum, wie Generationen mit Ängsten, Katastrophen und Utopien umgegangen sind und umgehen. Besucher können historische Orte der Stadt in einem kulturellen Kontext kennenlernen.

Olaf Brinkmann

Reporter
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