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Erneut Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld - Erneut Streiks bei Amazon

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Symbolbild

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will in dem seit über sieben Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler Amazon nicht locker lassen. Für diesen Montag und Dienstag hat Verdi die Beschäftigten an sechs deutschen Standorten des Versandhandelskonzerns zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft am Sonntag mitteilte. Dazu zählt auch der Standort in Bad Hersfeld. Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines Tarifvertrags "Gute und gesunde Arbeit", um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu garantieren.

Streik soll mindestens 48 Stunden dauern

Mit den Streiks wolle man auf die besondere Situation in Zeiten von Corona aufmerksam machen, sagt Streikleiterin Mechthild Middeke. "Wir fordern mehr Pausen und die Entschleunigung der Arbeitsprozesse, sowie die bezahlte Freistellung für gesundheitlich besonders belastete Mitarbeiter durch den Arbeitgeber." Außerdem verlangt Verdi die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Die geplanten Arbeitsniederlegungen sollen laut Verdi mit der Nachtschicht zum Montag beginnen und mindestens 48 Stunden dauern.

Amazon: Wir sind fairer Arbeitgeber

Amazon hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt. Ein Sprecher hatte in der Vergangenheit betont, Amazon sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber. Bundesweit hat Amazon 13 Logistikstandorte mit rund 13.000 Festangestellten.

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