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Warnstreiks in Frankfurter Stadtverwaltung

Kitas und Jobcenter betroffen - Auch Stadtverwaltung Frankfurt streikt

Die Gewerkschaft Verdi setzt ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Hessen fort. Für heute sind die Beschäftigten der Frankfurter Stadtverwaltung zum Warnstreik aufgerufen, am Mittwoch sollen die Beschäftigten der Stadtverwaltung von Offenbach streiken.

Frankfurt hat damit gleich mit zwei Warnstreiks an einem Tag zu tun: Heute fahren wegen des Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) keine U- und Straßenbahnen in der Mainmetropole. Dazu kommt jetzt noch der Aufruf für den öffentlichen Dienst: Laut Verdi sind beispielsweise Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Jobcenter und Grünflächenamt betroffen. Und auch bei den städtische Kindertagesstätten gibt es Einschränkungen.

Notfalls telefonisch nachfragen

Auf der Homepage heißt es, dass Kinder vielleicht an einem oder mehreren Tagen nicht betreut werden kann. Streiks können demnach spontan von den Mitarbeitenden entschieden werden. Der Träger Kita Frankfurt habe keinerlei Einfluss auf das Streikverhalten seiner Mitarbeitenden - und sei auch nicht bei den Tarifverhandlungen beteiligt. In den Einrichtungen gibt es einen Aushang am Eingang, per Mail oder mündlich. Kita Frankfurt rät, dass Eltern gegebenenfalls telefonischhören sollen, wie die Lage ist. Wenn möglich, wird es in Einrichtungen Betreuungs-Notdienste geben.

4,8 Prozent mehr Lohn gefordert

Verdi fordert für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen unter anderem 4,8 Prozent mehr Lohn. Mindestens sollen aber 150 Euro mehr pro Monat mehr zugesichert werden, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit.

Kein Angebot, deshalb Warnstreiks

Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Verdi von Verhandlungen bislang enttäuscht

Der Verdi-Landesfachbereichsleiter Gemeinden in Hessen, Tom Winhold, sagt: "Das bisherige Verhalten der Arbeitgeber in dieser Tarifrunde ist geprägt von beispielloser Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die gerade in der Krise unser Gemeinwesen am Laufen gehalten haben. Ökonomische Halbwahrheiten, ein Generalangriff auf bewährte Grundlagen der Vergütungsordnung und die brüske Zurückweisung jeglichen Kompromissvorschlags zwingen uns in die nun folgenden Streiks."

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