Nachrichten > Rhein-Main, Top-Meldungen >

Mahnwache vor dem Haus des Hanauer Attentäters

Mahnwache in Hanau - Vater des Hanauer Attentäters sei Gefahr

Mahnwache für die Opfer des terroristischen Anschlags in Hanau. Vor dem Haus des Vaters des Hanauer Attentäters versammeln sich die Teilnehmer, laut eines Medienberichtes teile er die rechtsextremen Verschwörungstheorien seines Sohnes und stelle so eine Gefahr dar.

Bereits heute haben sich etwa 50 Personen in Kesselstadt versammelt. Es soll auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden, die ihrer Meinung nach vom Vater des Hanauer Attentäters ausgeht. „Ich fühle mich hier nicht mehr sicher mit diesem Mann in der Nachbarschaft“ sagt eine Anwohnerin.

Mehr Einsatz gefordert

Die Teilnehmer fordern mehr Unterstützung von den Behörden. Der Mann soll von der Polizei sogar die Tatwaffen seines Sohnes zurückgefordert haben. Doch auch ohne Waffen sei er eine tickende Zeitbombe, er besitzt zum Beispiel auch ein Auto.

Mahnwache für Schutz

"Wir werden jeden Tag aufpassen, dass der Mann keinen Schaden anrichten kann", sagt ein Teilnehmer. Wenn die Polizei sie nicht schütze, müssten sie es selber tun. Von einer Bushaltestelle gegenüber des Hauses wollen sie den Mann im Auge behalten. Die Mahnwache soll ab dem 4.Januar fortgesetzt werden.

Terroristisches Attentat im Februar

Ein 43 Jahre alter Mann hatte am 19. Februar dieses Jahres in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen, bevor er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Ein Gutachten zeigt, dass er psychisch krank gewesen sei und an einer paranoiden Schizophrenie gelitten habe, gepaart mit einer rechtsradikalen Ideologie. Zuletzt wurde durch einen Medienbericht bekannt, dass der Vater u.a. rassistische Anzeigen gestellt habe. Auch hätte er die Tatwaffen mitsamt Munition seines Sohnen zurückverlangt sowie die Freischaltung einer gesperrten Internetseite des Täters.

"Wir sind hier, weil es keinerlei Konsequenzen gab"

Eine Teilnehmerin zum Hintergrund der täglichen Kundgebung.

© HIT RADIO FFH
Lukas Schäfer

Reporter
Lukas Schäfer

nach oben