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AfD-Wahlveranstaltung - OF teilweise gesperrt

1000 Gegendemonstranten - AfD-Wahlkampf mit Höcke in Offenbach

Rund 1000 Menschen haben sich heute in Offenbach versammelt, um gegen einen Auftritt des thüringischen AfD-Landeschefs Björn Höcke zu protestieren.

Unter dem Motto "Bunt statt braun" hatte ein Bündnis von Gewerkschaften, Parteien und anderen Organisationen zu der Demonstration aufgerufen. "Kein Fußbreit dem Faschismus" stand unter anderem auf Plakaten. Auch Oberbürgermeister Felix Schwenke war dabei. Höcke, der als Rechtsaußen seiner Partei gilt, sollte am frühen Nachmittag bei einer Veranstaltung der AfD im Kommunalwahlkampf in Offenbach sprechen. Höcke ist Gründer des formal inzwischen aufgelösten "Flügels", den der Verfassungsschutz als "erwiesen rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft hat.

"Geschmacklose Provokation"

Die AfD-Veranstaltung findet in der Nähe des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Offenbach statt, was schon vor der Veranstaltung für Empörung gesorgt hatte. Die Jüdische Gemeinde der Nachbarstadt Frankfurt erklärte, es handele sich um "eine geschmacklose Provokation, die durch die Einladung des rechtsextremen Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke ihren verstörenden Höhepunkt findet". Ein Großaufgebot der Polizei trennte am Donnerstag die AfD-Veranstaltung und die Gegendemo voneinander.

Rangeleien

Zwischen der Polizei und einigen Demonstranten kam es zu Auseinandersetzungen - sie wollten sich Zutritt zu der AfD-Veranstaltung verschaffen. Die Polizei konnte das verhindern, mit Hilfe von Stahlbarrieren und Polizeiketten. Die Lage sei unter Kontrolle sagte ein Sprecher auf FFH-Nachfrage.

FFH-Reporter Yanik Schick ist vor Ort bei den Demonstrationen gegen AfD-Politiker Björn Höcke in Offenbach

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