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Semesterstart in Hessen: Wieder fast alles online

Drittes Online-Semester beginnt - Unis noch ohne Schnelltest-Konzepte

Drittes Onlinesemester an den hessischen Unis - Was wünschen sich die Studierenden? FFH-Reporter Lorenzo Rendón Valencia hat sich in Gießen umgehört. 

Vorlesungen vor dem Bildschirm statt im Hörsaal: Das gilt auch im Sommersemester für die meisten Studierenden in Hessen wegen der Corona-Einschränkungen. Das dritte digitale Semester startet etwa an der Goethe-Universität in Frankfurt, der TU Darmstadt oder der Justus-Liebig-Universität in Gießen. HIT RADIO FFH hat die Studierenden in Gießen befragt, was die Unis besser machen sollten.

Nur wenige Präsenzveranstaltungen

Die Universitäten setzen in der Regel auf ein sogenanntes Hybrid-Semester - also auf einen Mix aus Online- und Präsenzangeboten. Letztere sind jedoch die Ausnahme und können etwa an der Uni Gießen "nur dann stattfinden, wenn Kompetenzerwerb und Studienerfolg auf anderem Wege nicht möglich sind". Die Philipps-Universität Marburg teilt mit: "Wo es möglich ist, werden wir auch Präsenzveranstaltungen anbieten – immer mit individuellen, gut durchdachten Hygienekonzepten."

Hohe Studierendenzahlen in Gießen

Die Prognosen deuten darauf hin, dass etwa genauso viele Erstsemester in Gießen ihr Studium beginnen werden, wie in den Sommersemestern der Vorjahre (2020: 943 Erstsemester). Auch die Gesamtstudierendenzahl bleibt laut einer Sprecherin auf dem Niveau der Vorjahre. 

Leichter Ersti-Rückgang in Marburg

Zum Start ins Sommersemester 2021 rechnet die Philipps-Universität Marburg mit etwa 1.700 Erstsemestern. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein leichter Rückgang der Studierendenzahlen. Die Uni führt das darauf zurück, dass viele potenzielle Studienanfängerinnen und Studienanfänger den Start ihres Studiums wegen Corona nach hinten verschieben. 

Prof. Dr. Roger Erb, Vize-Präsident der Goethe-Universität in Frankfurt

"Besonders schwierig für Studierende, die eine Universität noch nicht kennengelernt haben"

Prof. Dr. Roger Erb, Vize-Präsident der Goethe-Universität in Frankfurt

"Wir sehen dem Sommersemester mit gemischten Gefühlen entgegen"

Schnelltest-Konzepte in den Universitäten 

Die Gießener wie die Marburger Universität hat bislang kein eigenes Konzept, um Antigentests für Beschäftigte oder Studierende einzusetzen. Die Gießener Universität verweist lediglich darauf, dass eine Entscheidung hessenweit noch nicht gefallen sei und sich die JLU in Gesprächen befinde. Es werde geprüft, in welchem Umfang und zu welchen Zwecken Schnell- bzw. Selbsttests eingesetzt werden könnten, um neben den nach wie vor zentralen Abstands-, Masken- und Hygieneregeln eine zusätzliche Sicherheit herzustellen.

Uni Marburg verzichtet derzeit auf Schnell- oder Selbsttests

Auf FFH-Anfrage teilt die Universität Marburg mit, dass die Philipps-Universität über sehr gut erprobte Schutzkonzepte verfüge. "Die zusätzliche Einführung von Schnell- oder Selbsttests in größerem Umfang in Forschung und Lehre stellt einen enormen organisatorischen Aufwand dar" Da trotzdem Abstände und Hygieneregeln eingehalten werden müssen, entstehe auch bei Tests keine zusätzliche Handlungsfreiheit für Veranstaltunge. Aus diesen Gründen verzichtet die Universität Marburg nach derzeitigem Kenntnisstand auf die generelle Nutzung von Schnell- oder Selbsttests in Forschung und Lehre.  

Wie kommst du mit der Online-Uni klar?

Die Unis in Hessen gehen mittlerweile ins dritte digitale Semester. Die Studierenden sitzen bei Vorlesungen und Seminaren also Zuhause. Wie kommst du damit klar? Stimme hier ab!

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