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Kleine Querdenker-Demo in Frankfurt

Nach kurzfristiger Absage: - Doch kleine Querdenker-Demo in Frankfurt

In Frankfurt demonstrierten am Nachmittag rund 500 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Das hat die Polizei mitgeteilt. Zuvor hatten die Kritiker eine 1000 Mann starke Demo abgesagt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Wie die Polizei zu FFH sagte, trugen die Teilnehmer nicht alle Masken. Ein Teilnehmer weigerte sich demnach vehement einen Mund-Nasenschutz aufzusetzen und leistete Widerstand gegen die Beamten. Die nahmen ihn fest, so die Polizei auf Twitter.

Stadt erwartete eigentlich mehr als 1.000 Teilnehmer

Besonders im Fokus der Kundgebung standen die Medien und ihre Berichterstattung rund um die Corona-Politik. Die eigentliche Demostration wurde zuvor abgesagt. Möglicherweise weil den Teilnehmern der Ort der Demonstration nicht zusagte, so die Polizei. 

Polizei befürchtete aggressive Stimmung

Die Beamten waren auf eine möglicherweise aggressive Stimmung vorbereitet. "Wir haben noch die Bilder von anderen Querdenker-Demos in Kassel und Stuttgart im Kopf", sagte ein Sprecher vorab zu FFH. Solche Ausschreitungen gelte es zu vermeiden.

Nur Kundgebung wurde genehmigt

Aus Sicherheitsgründen hatte das Ordnungsamt den geplanten Demo-Zug durch die City abgesagt. Es soll lediglich eine Kundgebung im Rebstockpark geben. Teilnehmer seien aufgefordert, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.

Polizei genehmigt neue Protestaktion

Nach der Absage der großen Kundgebung habe sich dann ein anderer Veranstaltungsleiter gemeldet und die neue Protestaktion angemeldet, erklärte die Sprecherin. Die Polizei habe dies unter der Auflage, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen sowie eine Abstandsregelung einzuhalten, genehmigt.

Die Teilnehmer standen der Polizei zufolge teils weit auseinander, einige hätten Pappschilder getragen. Es habe aber auch Teilnehmer gegeben, welche die Abstands- und Maskenpflicht nicht eingehalten hätten, sagte die Polizeisprecherin. Die Ordnungshüter hätten einschreiten und auf die geltenden Regeln und Vorgaben hinweisen müssen.

100 Demonstranten an der EZB 

Außerdem versammelten sich den Angaben zufolge zwischenzeitlich rund 100 Demonstranten in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese Gruppe sei über Lautsprecher aufgefordert worden, sich aufzulösen, teilten die Beamten mit. Sie kontrollierten bei beiden Treffen die Beachtung der Hygieneregeln.

Die Polizei twittert zur Anmeldung der neuen Demo

FFH-Reporter Yanik Schick in Frankfurt zur Absage der großen Demo

© FFH

FFH-Reporter Yanik Schick in Frankfurt

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