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Impftag an Mainzer Gymnasium scharf kritisiert

Impftag an Mainzer Gymnasium - Shitstorm und Minister-Rüffel

FFH-Reporter Konrad Neuhaus vor Ort im Gymnasium "Theresianum"

Eine bemerkenswerte Impfaktion fand an dem Mainzer Gymnasium „Theresianum“ statt.  150 Schüler ( im Alter über 16 ) erhielten hier am Dienstag-Vormittag eine erste Impfung mit Biontech - und das auf Initiative von Eltern - darunter Ärzte -, die den Impfstoff besorgten. Die Berichterstattung löste einen Shitstorm im Netz aus - https://www.facebook.com/watch/?v=559584452116378.   Die Impf-Aktion wird mittlerweile auch vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) scharf kritisiert, schreiben die VRM Medien.  

Die Elternschaft der Privatschule baute in den Pfingstferien eiligst vier Impfstraßen in der Schulsporthalle auf. Vier Ärzte sorgten dann für Aufklärung und spritzten die Dosen. Ein erheblicher Teil der Impfdosen wurde über eine Facharztpraxis in Wiesbaden besorgt.

Nicht ohne Kritik

Die Aktion wird in den sozialen Netzwerken kritisch gesehen und stark angefeindet. Viele Hausärzte haben nicht genug Impfstoff für ihre Patienten, Impfinteressenten müssen oft lange auf einen Impftermin warten.  

Der Wiesbadener Anästhesist Harald Süs beteiligte sich an der Aktion in dem Mainzer Gymnasium, das in Trägerschaft des Bistums ist.  Der Vater verteidigte die Impfaktion im FFH Gespräch:  "Es geht darum, diejenigen, die seit eineinhalb Jahren massiv zurückstecken, wieder in ihr soziales Gefüge zu reintegrieren". Auch Kinder hätten ein Recht auf eine Impfung.

Schelte vom Gesundheitsminister 

Der SPD-Politiker Hoch hat für die Aktion kein Verständnis, Er sagte den VRM Medien: " Solche Aktionen könnten schlimmstenfalls zur Folge haben, dass das nötige Vertrauen und die Akzeptanz für die Impfkampagne sinkt". 

Ein Angebot auch für andere Schulen in Mainz

Süs, der auch mobile Impfteams unterstützt, hatte zusammen mit der Elternschaft auch anderen Schulen den  Support für spezielle Schüler-Impftage angeboten. Bislang habe es auf das Angebot aber kaum Resonanz gegeben.

Konrad Neuhaus

Reporter
Konrad Neuhaus

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