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Nach tödlichem Zugunglück wird weiter ermittelt

Bahnunfall bei Stockstadt - War Zugunglück fahrlässige Tötung?

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Symbolbild

Mehr als ein Jahr nach einem Bahnunfall mit zwei Toten nahe der bayerisch-hessischen Landesgrenze dauern die Ermittlungen an.

28-Jähriger war Sicherungsposten

Im Fokus steht ein 28-Jähriger, der am Unfalltag an einer Baustelle in Unterfranken an den Gleisen als Sicherungsposten eingesetzt war. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob der Mann schuldhaft seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg steht der Verdacht der fahrlässigen Tötung im Raum. Dem Mann werde vorgeworfen, nicht dafür gesorgt zu haben, dass die Gleise wegen Bauarbeiten für den Bahnverkehr gesperrt werden. Bei dem Unfall am 1. September 2020 hatte eine Regionalbahn zwei Gleisarbeiter erfasst und tödlich verletzt.

Zwei Arbeiter tödlich verletzt

Die beiden 22 und 34 Jahre alten Männer arbeiteten auf der Baustelle in der Nähe von Stockstadt am Main im Landkreis Aschaffenburg, als der Zug der Hessischen Landesbahn sie tödlich verletzte. Die 17 Fahrgäste des Zuges blieben nach damaligen Polizeiangaben unversehrt. Die Strecke zwischen Darmstadt und Aschaffenburg war nach dem Unfall stundenlang gesperrt.

Umfangreiche Ermittlungen

Laut Staatsanwaltschaft ist bisher nicht absehbar, wann die Ermittlungen abgeschlossen sein könnten. "Die Verfahrensdauer ist darauf zurückzuführen, dass sehr umfangreiche Ermittlungen erforderlich sind, die sich zudem als aufwendig gestalten", hieß es. So seien bislang zahlreiche Zeugen - auch außerhalb Bayerns - vernommen worden. Zudem hätten die Ermittler das Mobiltelefon des Beschuldigten ausgewertet und Experten des Eisenbahnbundesamts eingeschaltet. Der 28-Jährige habe sich bisher nicht zu dem Unfall geäußert.

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