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Frankfurter Polizei ermittelt sieben Trickbetrüger

Festnahmen nach Schockanrufen - Frankfurter Polizei fasst Verdächtige

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Symbolbild

Nach einer Reihe von Betrugsversuchen durch Schockanrufe hat die Polizei in Hessen mehrere Verdächtige festgenommen.

In den vergangenen Wochen hätten Ermittlungen zu insgesamt sieben Personen geführt, die als Täter für solche Straftaten infrage kämen, erklärte die Polizei in Wiesbaden am Donnerstag. Gemeinsam mit weiteren Polizeidienststellen aus dem Bundesgebiet sei es gelungen, Taten mit einer Schadenshöhe von mehreren Hunderttausend Euro aufzuklären.

31-Jähriger auf frischer Tat in Schmitten ertappt

Laut Ermittlern hatten von Mitte September bis Anfang Oktober Trickbetrüger bundesweit solche Straftaten begangen. Beispielsweise habe vergangene Woche eine 80-jährige Frau in Schmitten im Taunus einen Anruf von einer weinenden Frau erhalten, die vorgab, ihre Tochter zu sein. Diese erzählte, dass sie einen Verkehrsunfall gehabt habe, bei dem ein Mädchen ums Leben gekommen sei. Um nicht in Haft gehen zu müssen, solle sie nun einen Betrag von 25 000 Euro zahlen. Als der 86-jährigen Ehemann der Angerufenen zur Geldübergabe ging, kamen der Ehefrau Zweifel, sie alarmierte die Polizei. Diese nahm am Übergabeort einen 31-jährigen Tatverdächtigen fest.

Fünf Verdächtige in Untersuchungshaft

Laut Polizei führten zudem die Ermittlungen der Frankfurter Kriminalpolizei zu insgesamt sechs weiteren Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die als Täter für zahlreiche ähnliche Straftaten in Frage kommen. Fünf davon befänden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Weiterer Trickbetrüger-Fall aus Dreieich aufgeklärt

Unabhängig davon hat die Polizei einen weiteren Fall aufgeklärt, in dem eine ältere Frau aus Dreieich um Bargeld und Schmuck im Wert von circa 100.000 Euro gebracht wurde. 

Zwei  mutmaßliche Trickbetrüger wurden in Regensburg vorläufig festgenommen. Bereits Anfang Juli sollen sie bei ihrem mutmaßlichen Opfer angerufen und so Bargeld und Schmuck erbeutet haben.

Nach monatelangen Ermittlungen gelang den Beamten Anfang Oktober der Durchbruch. Sie identifizierten einen 15-Jährigen und einen 22-Jährigen und nahmen sie fest. Bei sich hatten sie Schmuck im Wert von etwa 30.000 Euro, der offenbar aus einer aktuellen Tat im Raum Regensburg stammte, sowie zahlreiche weitere Beweismittel. Die beiden Tatverdächtigen sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an. 

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