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Hochheimer Herbst: Das Riesenrad ist zurück

Ersatz für Hochheimer Markt - Start für den "Hochheimer Herbst"

Neuer Namen, kleinerer Rahmen – aus dem "Hochheimer Markt" wird in diesem Jahr pandemiebedingt der "Hochheimer Herbst". Mit seinen altbekannten Marktständen, Fahrgeschäften und Imbissbuden möchten die Veranstalter an diesem Wochende zumindest für ein wenig traditionelle Atmosphäre sorgen.

500.000 Besucher an insgesamt fünf Markttagen – vor Corona waren diese Zahlen zum Hochheimer Markt alles andere als eine Seltenheit. Nicht ohne Grund zählt der Hochheimer Markt zu einem der traditionsreichsten und größten Jahrmärkte in ganz Deutschland.

Keine Hochheimer Markt-Alternative, trotzdem ein Stück Normalität

2020 dann das große Drama: Bereits Monate im Voraus musste das Fest corona-bedingt abgesagt werden, eine Ersatzveranstaltung wurde durch die damals rapide steigenden Inzidenzen wenige Wochen vor dem Start untersagt. 2021 soll nun so etwas wie der kleine Schritt in die Jahrmarkt-Normalität geschafft werden: Der "Hochheimer Herbst", quasi eine Mini-Variante des Hochheimer Marktes, startet ab dem heutigen Freitag seinen Betrieb rund um den innerstädtischen Weiher. Gefeiert wird bis einschließlich Sonntag. Eine echte Alternative zu dem 1484 erstmals ausgetragenen Jahrmarkt sei der diesjährige "Hochheimer Herbst" aber auf keinen Fall, betont Marktleiter Thomas Pokoyski im FFH-Gespräch. Alleine die Gesamtfläche von knapp 7.000 m² ist in diesem Jahr zehn Mal kleiner als in der Vergangenheit. Auch die Zahl der Verkaufsstände musste sich deshalb um das Zehnfache verkleinern.

Rund 50 Verkaufsstände mit bekannten Produkten 

Regelmäßige Besucher des Marktes können sich allerdings trotzdem auf ihre alljährlichen Höhepunkte freuen: Täglich von 11 bis 21 Uhr gibt es hier einen Mix aus Marktständen, Kunsthandwerk und gastronomischem Angebot. Die Auswahl besteht dabei aus Händlern des ausgefallenen Marktes 2020. Teilweise wurde die Auswahl im Losverfahren durchgeführt. An rund 50 Verkaufsständen werden somit markttypische Produkte angeboten werden.

Blumenzwiebeln, Schneidwaren oder Käse vom Marktschreier

Die Besucher können sich also wie gewohnt mit warmen Socken für den anstehenden Winter versorgen oder aber mit einem Jahresbedarf an Kaltwasserwischtüchern, Keramik, Schneidware, Bratpfannen und Töpfen. Ebenso aber auch mit Leitern, Blumenzwiebeln, Käse von den Marktschreiern aus Hamburg oder Lammfellprodukten höchster Qualität.

Bauer Paul mit eigener Kürbispyramide

Eine der kürzesten Anreisen wird Pauls Bauernhof haben, der mit einem attraktiven Angebot samt Kürbispyramide an der Herbstveranstaltung teilnehmen wird. Weiterhin wird es eine Wohnmobilausstellung geben sowie verschiedene Aktionen zum Thema Elektromobilität.

Auch das Riesenrad ist zurück

Auch auf das traditionelle Riesenrad müssen die Besucher in diesem Jahr nicht verzichten. Dafür sorgte Schausteller Otto Barth, der sein 45 Meter hohes „Sonnenrad“ gerade erst am Eltviller Rheinufer abgebaut hat und seit Wochenbeginn nun wieder in Hochheim aufstellt. Um den Trubel auf dem Weihergelände zu entzerren, öffnen an diesem Wochenende zudem die Weinhöfe und Gutsausschänke im gesamten Stadtgebiet.

Keine Kontakterfassung nötig, es gelten Hessens Corona-Regeln für Volksfeste

Möglich wird das Event durch ein umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept. 1.000 Besucher dürfen sich demnach gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Die Einzäunung des Marktgeländes sei im Grunde nicht mehr nötig, war aber bereits im letzten jahr Teil des Konzeptes und ist für die Kontrolle der maximalen Gästezahlen hilfreich, sagt Pokoyski. Eine Kontaktdatenerfassung oder eine 2G- bzw. 3G-Kontrolle ist nicht erforderlich, so die Veranstalter. Diese besondere Regelung sieht die aktuelle Hessische Corona-Schutz-Verordnung für Volksfeste, Weihnachtsmärkte und ähnliche Veranstaltungen vor. Zusätzlich sollen breitere Laufwege für weniger Gedränge an den Verkaufsständen sorgen.

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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