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Wegen Corona: Hohe Verluste bei Frankfurter Messe

Frankfurter Messe - Hohe Verluste wegen Corona

Die Frankfurter Messegesellschaft wird auch das zweite corona-geprägte Geschäftsjahr mit einem dreistelligen Millionenverlust beenden. Nach vorläufigen Berechnungen werde sich 2021 das Konzernergebnis weiter reduzieren, berichtete Messe-Chef Wolfgang Marzin in Frankfurt.

Hohe Verluste

Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte die Messe einen Verlust von 122 Millionen Euro ausgewiesen, der nun noch übertroffen wird. Das Unternehmen mit rund 2300 Beschäftigten gehört zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen. Die über lange Zeit profitable und umsatzstärkste deutsche Messegesellschaft litt im laufenden Jahr erneut unter zahlreichen Absagen und Reisebeschränkungen in Folge der Corona-Pandemie. Der Umsatz schrumpfte laut Marzin auf etwa 140 Millionen Euro, was knapp einem Fünftel des Erlöses aus dem Vorkrisenjahr 2019 entspricht.

Kaum noch Events

2020 hatte der Umsatz nach dem starken Geschäftseinbruch im Frühjahr noch 257 Millionen Euro betragen. Im laufenden Jahr gab es weltweit noch rund 200 Events unter dem Dach der Messe, darunter 70 größere Messen und Ausstellungen. Das ist aber weniger als die Hälfte des üblichen Volumens. Marzin rechnet auch für das kommende Jahr mit einer fragilen Lage. Gleichwohl werde man das Tempo der Geschäftstätigkeit Stück für Stück wieder erhöhen, sofern es die geltenden Regeln zuließen. Bei entsprechender Pandemielage seien weltweit rund 500 Veranstaltungen geplant, darunter viele Leitmessen. 

Daniel Granitzny

Reporter
Daniel Granitzny

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