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Warnstreiks bei Postbank-Filialen

Frankfurt und Offenbach - Warnstreiks bei Postbank-Filialen

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Symbolbild

Im Rahmen der Tarifrunde bei der Postbank gibt es auch in Hessen Warnstreiks in Postbank-Filialen. ver.di hat zwei Filialen in Frankfurt und eine in Offenbach zum Warnstreik aufgerufen.

Es muss bis Dienstende am Samstag mit Verzögerungen im Betriebsablauf oder Schließung der Filialen gerechnet werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Inzidenzlage der Corona-Pandemie findet der Arbeitskampf als Digital-Streik statt. Es wird keine öffentlichen Versammlungen oder Demonstrationen geben.

Verhalten von Arbeitgeber "empörend"

ver.di war Anfang der Woche in die Tarifrunde gestartet. Verhandlungsführer Jan Duscheck: „Das Verhalten der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde war empörend, besonders beim Thema Gehalt. Die Arbeitgeberseite hat hier unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie die momentane Inflationsentwicklung und damit der Verlust der Kaufkraft nicht interessiert. Das lassen wir der Bank nicht durchgehen.“

Deutschlandweite Warnstreiks

Diese örtlichen Streiks sind Teil von bundesweiten Warnstreiks. Bis zum 22. Februar will ver.di damit Druck auf die Deutsche Bank aufbauen, zu der die Postbank gehört.
ver.di fordert für die gut 15.000 Postbank-Beschäftigten 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro. Außerdem soll es eine Corona-Prämie in Höhe von 1.500 Euro geben. Einen Schwerpunkt bei den Verhandlungen nimmt das mobile Arbeiten ein: Die Beschäftigten sollen einen Anspruch darauf haben, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten.

Lukas Schäfer

Reporter
Lukas Schäfer

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