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Tödlicher Polizei-Schuss in Frankfurt: Mann bedrohte Prostituierte

Tödlicher Polizei-Schuss - Mann bedrohte Prostituierte in Frankfurt

© dpa

Polizisten stehen vor einer Absperrung während eines Einsatzes im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Einen Tag nach dem tödlichen Polizeischuss auf einen jungen Mann in Frankfurt sind weitere Details bekannt geworden.

So hat der 23-Jährige am frühen Dienstagmorgen zwei Prostituierte in ein Hotel im Bahnhofsviertel kommen lassen und wollte sie zwingen, Drogen zu nehmen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage sagte.

Dies hätten die Frauen abgelehnt und seien daraufhin mit einem Messer bedroht worden. Sie hätten jedoch fliehen können.

Polizeihund mit Messer verletzt

Bei dem anschließenden Polizeieinsatz habe der 23-Jährige einen Polizeihund mit dem Messer schwer verletzt. Als die Situation eskalierte sei der Schuss gefallen. Zunächst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" online über die neuen Details berichtet.

Neben dem Messer soll der Mann auch eine Schusswaffe gehabt haben, die jedoch nicht benutzt wurde.

Mann war polizeibekannt

Der 23-Jährige ohne Wohnsitz war bei dem Einsatz mit Spezialkräften am Dienstagmorgen schwer verletzt worden und starb später. Er war auf Grund von zahlreichen Straftaten, insbesondere der Gewalt- und Drogenkriminalität, polizeilich bekannt.

Polizisten müssen immer wieder zur Waffe greifen

Dass Polizisten zur Waffe greifen, kommt immer wieder vor. So hatte im Juni ein Beamter einen 25-Jährigen in Berlin schwer verletzt. Der Mann hatte den Polizisten attackiert und mit einem Messer im Gesicht verletzt. Der Attackierte feuerte mehrere Schüsse ab und verletzte den 25-Jährigen unter anderem am Bauch.

Vorfall im März in Mainz

Im März feuerte ein Polizist in Mainz mehrere Schüsse ab und verletzte einen 32-Jährigen. Dieser hatte vor einer Fahrschule in der Innenstadt drei Männer mit einem Messer angegriffen. Der Beamte hatte in unmittelbarer Nähe einen Verkehrsunfall aufgenommen und eilte zur Hilfe.

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