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Mieter aus Frankfurt wütend: Kein Warmwasser wegen hoher Gaspreise

Mieter aus Frankfurt wütend - Warmwasser wegen Gaspreisen abgestellt

© dpa

Seit Wochen kein warmes Wasser: Mieter eines Wohnhauses in Frankfurt-Bockenheim gehen auf die Barrikaden, weil der Vermieter die Heizungsanlage wegen der explodierenden Gaspreise abgestellt hat.

Die Stadt Frankfurt bestätigt das auf FFH-Nachfrage. Zuerst hatte die Frankfurter Rundschau über den Fall berichtet. 

Stadt hat Verfügung erlassen

Warm duschen ist seit Anfang Juli für die Mieter in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich. Eine Sprecherin der Stadt sagt uns, man kümmere sich darum: "Es fand eine Ortsbesichtigung der Wohnungsaufsicht statt und eine Verwaltungsverfügung zur Wiederherstellung der Warmwasserversorgung wurde erlassen, aber ist noch im Verfahren." 

Vermieter sieht keine Schuld bei sich

Der Vermieter sieht sich dagegen vollkommen im Recht. Gas sei um 500 Prozent teurer geworden, diese Kosten könnten viele seiner Mieter gar nicht zahlen.

Deshalb müssten sie ihm eigentlich sogar dankbar sein, sagte er der Frankfurter Rundschau.

Rolf Janßen, Geschäftsführer des Frankfurter Mieterschutzvereins:

„Warmwasserversorgung gehört zum Mindeststandard einer Wohnung. Es gibt genügend Gerichtsurteile die sagen, der Vermieter muss Warmwasser rund um die Uhr zur Verfügung stellen.“

Das ist natürlich ein Anfall. Also, der hat uns ja. Also muss macht Isaak vollkommen entsetzt. Denn Warmwasserversorgung gehört ja zum Mindeststandard für eine Wohnung. Also da gibt es ja auch genügend Gerichtsurteile, die sagen, der Vermieter muss Warmwasser rund um die Uhr zur Verfügung stellen. Und der, das kann natürlich überhaupt nicht sein. Der sein Vermieter, das jetzt völlig abstellt,

© HIT RADIO FFH

Entsetzen beim Hessischen Mieterbund

Gert Reeh, Vorsitzender des Hessischen Mieterbunds, schüttelt angesichts dieser Aussagen den Kopf: „Mieterinnen und Mieter brauchen keine Bevormundung. Sie können selbst entscheiden, ob und wie sie zukünftig Energie einsparen wollen und können. Wer seine Mieterinnen und Mieter so rücksichtslos behandelt, muss damit rechnen, dass er die dann folgenden juristischen Auseinandersetzungen nicht nur verliert, sondern darüber hinaus auch noch die Verfahrenskosten für solche armseligen Alleingänge zu zahlen hat.“

Yanik Schick

Reporter
Yanik Schick

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