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Staatsanwalt unter Korruptionsverdacht - Belastungszeugin gestorben

Belastungszeugin gestorben - Staatsanwalt unter Korruptionsverdacht

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Symbolbild

Ein Frankfurter Oberstaatsanwalt steht wegen Korruptionsverdachts seit einiger Zeit selbst im Zentrum von Ermittlungen: Der Fall des Juristen der Generalstaatsanwaltschaft, der vor zwei Jahren verhaftet worden war, erregte über Frankfurt hinaus Aufsehen.

Wann es zum Prozess gegen den langjährigen Experten für Wirtschaftskriminalität kommt, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin nicht absehbar.

In dem Verfahren wird aber eine wichtige Zeugin fehlen. Die ehemalige Lebensgefährtin des beschuldigten Juristen, die mit ihrer Anzeige den Fall ins Rollen gebracht hatte, ist gestorben, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sagte. Zuvor hatte Hessenschau.de darüber berichtet.

Kein Einfluss auf Ermittlungen

Der Todesfall habe aber keinen Einfluss auf die Ermittlungen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang Juni Anklage gegen den früheren Oberstaatsanwalt erhoben.

Ihm werden 101 Fälle der fortgesetzten und gewerbsmäßigen Bestechlichkeit, 55 Fälle der schweren Untreue sowie Steuerhinterziehung in neun Fällen vorgeworfen. Der Mann soll für die Vergabe von Gutachten Hunderttausende Euro kassiert haben.

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