Demo gegen Antisemitismus in Frankfurt: Mehrere hundert Teilnehmende
Mehrere hundert Teilnehmende - Demo gegen Antisemitismus in Frankfurt
Um gegen Antisemitismus zu protestieren, haben sich mehrere hundert Menschen in der Frankfurter Innenstadt versammelt. Ein Polizeisprecher sagte, es seien mindestens 300 Teilnehmer gekommen. Zwischenfälle gab es zunächst nicht.
Zu der Demonstration "United we stand – Gegen jede Art von Antisemitismus" hatten mehrere jüdische Vereine und Initiativen aufgerufen.
Poseck mit Rede auf Demo
Zu den Rednern zählte auch Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU). "Mir ist es heute wichtig, ein klares Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen", erklärte er. "Es beschämt mich zutiefst, was Jüdinnen und Juden 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland ertragen müssen. Gerade für uns Deutsche erwächst eine dauerhafte Verantwortung, niemals zu vergessen, was geschah."
Minister: Zwischenfälle auf Pro-Palästina-Demo "Entgleisungen"
Poseck verurteilte die Zwischenfälle auf einer pro-palästinensischen Demonstration am Vortag in Frankfurt als "unerträgliche Entgleisungen". Die Polizei habe nach aktuellem Stand 23 Strafanzeigen aufgenommen, unter anderem 18 Mal wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und zweimal wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Nach der Demonstration gegen den Gaza-Krieg mit rund 11.000 Menschen wird unter anderem gegen einen der Redner wegen der Verharmlosung des Holocaust ermittelt.

