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Prozess - Lebensgefährte erstochen und zerstückelt

Prozessbeginn in Hanau - Lebensgefährte erstochen und zerstückelt

Abtransport der Leiche in Steinau an der Straße

Sie soll ihren Lebensgefährten erstochen und die Leiche zerstückelt haben - von heute an muss sich eine 35 Jahre alte Frau deshalb vor dem Landgericht Hanau verantworten. Die Erste große Strafkammer wird den Fall als Schwurgerichtskammer verhandeln. Angeklagt ist die 35-Jährige wegen Totschlags. Der Frau wird vorgeworfen, ihren Lebensgefährten (47) in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) mit einem Küchenmesser getötet zu haben. 31 Stichverletzungen wurden gezählt, einige davon im Rücken des Opfers. Danach soll sie den Leichnam mit zwei Elektro-Motorsägen in sechs Teile zerschnitten haben, sie in Mülltüten gepackt und im Badezimmer deponiert habe, wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte.

Angeklagte spricht von Notwehr

Sechs Tage später wurden die Leichenteile gefunden, nachdem die Frau die Polizei informiert hatte. Sie wurde in Dortmund, ihrem Geburtsort, festgenommen. Bei der Polizei sagte sie, sie habe ihren Freund aus Notwehr erstochen. Zuvor soll er sie attackiert haben. Zur Zerstückelung gab sie an, sie habe Angst vor Entdeckung gehabt, da sie unter laufender Bewährung gestanden habe. In einer Kurzschlussreaktion habe sie die Leiche zerteilt, um die Tat zu verdecken. Die Frau saß bereits wegen Betrugs in Haft, die Reststrafe wurde Ende 2017 zur Bewährung ausgesetzt.

Andreas Kohl

Reporter:
Andreas Kohl

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