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Neue Verhandlungen zwischen Bahn und EVG vertagt

Tarifstreit Bahn und EVG - Verhandlungen auf den Vormittag vertagt

In Berlin sind die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrs-Gewerkschaft EVG auf den Vormittag vertagt worden. Mit einem vierstündiger Warnstreik hatte die Gewerkschaft am Montag den Druck erhöht: Der Ausstand in Stellwerken, Werkstätten und an Bahnhöfen legte den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm. Auch in den parallel in Eisenach laufenden Gespräche mit der Lokführergewerkschaft GDL gibt's bislang noch kein Ergebnis. Beide Gewerkschaften waren mit einer Forderung nach 7-einhalb Prozent mehr Lohn in die Tarifrunde eingestiegen.

Züge sollen im Berufsverkehr wieder normal fahren

Der vierstündige Warnstreik der EVG am Montagmorgen hatte Millionen Fahrgäste Reisende getroffen. Vor der Wiederaufnahme der unterbrochenen Tarifverhandlungen sagte EVG-Verhandlungsführerin Rusch-Ziemba: "Unser oberstes Ziel ist, am Verhandlungstisch ein Ergebnis zu erreichen." DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Ich erwarte, dass der Bahnvorstand endlich ein ordentliches Angebot auf den Tisch legt."Die EVG war wie die GDL mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Bahn hatte ihr neben einer Einmalzahlung von 500 Euro eine Entgelt-Erhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. 

GDL stellt Bahn ein Ultimatum

Die GDL lud für 9.00 Uhr zu einer Pressekonferenz in Eisenach ein. Danach wollten die Bundestarifkommission und der Hauptvorstand der GDL den Stand der Tarifverhandlungen bewerten "und anschließend die erforderlichen Beschlüsse fassen", hieß es.Die GDL hätte die Möglichkeit, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären und damit ein Schlichtungsverfahren einzuleiten. Zu einem Streik darf sie nach geltender Vereinbarung erst nach dem Ende der Schlichtung aufrufen.

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