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Frankfurter Altstadt: Stoltze-Museum offen

Frankfurter Altstadt - Stoltze-Museum steht nun offen

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Frankfurts Heimatdichter und Polit-Satiriker Friedrich Stoltze (1816-1891) kann künftig in der neuen Frankfurter Altstadt von allen entdeckt werden. Das Museum zu Stoltze wurde offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Dort sind neben einer thematischen Dauerausstellung mit multimedialer Aufbereitung auch Möbel und Gegenstände aus Stoltzes Nachlass zu sehen. Im Mittelpunkt steht aber Stoltze als politischer Dichter. Er hatte einst die satirische Wochenzeitschrift "Frankfurter Latern" herausgegeben.

"Radikaler Demokrat"

Als 1866 die freie Reichstadt Frankfurt von Preußen annektiert wurde, musste Stoltze zeitweise ins Exil. Seine Zeitschrift blieb fünf Jahre verboten. Im Nationalsozialismus wurde Stoltze dann als harmloser Mundartdichter gefeiert. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nannte Stoltze bei der Eröffnung des Hauses einen "radikalen Demokraten", der stets für Meinungs- und Pressefreiheit eingetreten sei. "Er steht für die besten Tugenden der Stadt." 

Museum bisher nur für Gruppen zugänglich

Stoltze war einst in der Altstadt als Sohn eines Gastwirts aufgewachsen. Das Museum war bereits im vergangenen Oktober in der für 200 Millionen Euro neuaufgebauten Altstadt bezogen worden. Es war bisher jedoch nur für Gruppen zugänglich. Das Haus wird von der Frankfurter Sparkasse betrieben, die bereits vor 40 Jahren in der Innenstadt eine erste Stätte zur Erinnerung an den Dichter eingerichtet hatte.

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