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Umfrage: Wohnungsnot größtes Problem in Frankfurt

Befragung in Frankfurt - Bürger kritisieren Wohnungsnot

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Symbolbild

Der angespannte Wohnungsmarkt ist für mehr als die Hälfte der Frankfurter Bürger nach wie vor das größte Problem in der Mainmetropole. Wie aus der am Freitag vorgestellten Bürgerbefragung 2018 hervorgeht, sehen 54 Prozent der Frankfurter die Wohnungssituation kritisch - das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Bürgerbefragung. Bei der Erhebung im Jahr 2017 waren es jedoch noch 61 Prozent gewesen.

Unzufriedenheit mit Verkehrssituation

"Die hohen Mieten stehen dabei stärker im Fokus als das Wohnungsangebot", sagte Stadtrat Jan Schneider (CDU). Er führe dies unter anderem darauf zurück, dass in den vergangenen drei Jahren rund 15.000 neue Wohnungen gebaut worden seien. Dennoch überrasche ihn die Entwicklung: "Es war eher von einer Abflachung auszugehen, aber nicht von einem so deutlichen Rückgang." Auf Platz zwei und drei stehen Verkehrsthemen in der Kritik der Bürger. 23 Prozent (-3 Prozentpunkte) der Befragten sind mit der Verkehrssituation, darunter Staus, Baustellen, zu viel Verkehr oder zu wenig Parkplätzen, unzufrieden. Beim öffentlichen Nahverkehr sehen 13 Prozent (+1) dringenden Verbesserungsbedarf.

Befragte üben wenig Kritik am Flughafen 

Kaum eine Rolle spielen für die Befragten Themen wie der Flughafen mit Fluglärm und Ausbau (1 Prozent) oder die Drogenproblematik (5 Prozent). Auch die Themen Kriminalität und öffentliche Sicherheit wurden selten genannt: Empfanden bei der Befragung im Vorjahr noch 17 Prozent der Frankfurter diese Bereiche als problematisch, so sind es jetzt nur noch 8 Prozent. 

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