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Erfindung aus Gründau: Der Tee aus der Pille

Erfindung aus Gründau - Der Tee aus der Pille

Tee aus dem Beutel? Total unpraktisch und außerdem macht es Müll, findet Simon Schmidt aus Gründau. Darum hat er eine Alternative entwickelt: Kleine Teekügelchen aus dem Spender, die sich im Wasser auflösen. Damit möchte der Erfinder nun ganz groß in die Produktion einsteigen.

Die Idee zu den Teaballs ist im Urlaub entstanden, so besagt es die Legende. Am Hotelbuffet dauerte es mal wieder etwas länger und zurück am Tisch war Simon Schmidts Tee viel zu lange gezogen und nur noch lauwarm. Als dann auch noch Flecken vom Ausdrücken des Teebeutels dazu kamen, wusste Simon, da muss man etwas tun! Seine Lösung: Den Teegeschmack in kleine Pillen pressen, die sich im Wasser auflösen. In einer Art Süßstoff-Spender geliefert lassen die sich dann bequem auf Knopfdruck dosieren. 

Der Prototyp für die Teaballs erinnert von Form und Größe an Konfetti aus dem Locher - nur dicker.

Die Teaballs aus dem Spender haben alles, was man heutzutage für ein Trend-Produkt braucht: Sie sind vegan, laktosefrei, glutenfrei, ohne Zucker und aus rein natürlichen Pflanzenextrakten. Schmidt sagt, er kenne weltweit kein vergleichbares Produkt, weil er komplett ohne Zusatzstoffe auskomme. In Instant Tees ist zum Beispiel jede Menge Zucker, andere Produkte enthalten künstliche Aromen oder Zusatzstoffe. In die Tea Balls komme dagegen nur die reine Pflanze oder Früchte.

Die Teaballs im FFH-Test

Eine wirkliche Zeitersparnis gegenüber klassischem Tee aus dem Beutel bieten die Teaballs im FFH-Test allerdings nicht. Sie lösen sich zwar problemlos auf, doch bis der letzte Rest der kleinen Tabletten weg ist vergehen durchaus einige Minuten. Diese kann man aber ganz entspannt verstreichen lassen, denn der Tee aus den Teaballs wird nicht zu stark oder bitter, wenn man ihn zu lange ziehen lässt. Die gewünschte Stärke bestimmt man stattdessen durch die Anzahl der Pillen, die man in die Tasse gibt.

Finanzierung über Kickstarter

Bisher gibt es die Teaballs in den Geschmacksrichtungen Minze und Kamille, regulär Kaufen kann man sie allerdings noch nicht. Über eine Finanzierungs-Kampagne bei Kickstarter soll jetzt das nötige Kapital für weitere Sorten (aktuell geplant sind Früchte sowie schwarzer und grüner Tee) und eine groß angelegte Produktion zusammen bekommen. Wer Interesse an den Teaballs hat kann die Idee dort unterstützen und erhält dann eines der ersten Päckchen, sobald die Produktion gestartet ist.

Mit einem Mindestbetrag von fünf Euro für eine Packung ist der Tee aus der Pille allerdings recht teuer - vor allem wenn man ihn gerne stark mag und zwei oder drei Pillen pro Tasse verbraucht.

Mehr Informationen zu Teaballs


Achtung: Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter sind kein Online-Shop! Es besteht immer ein Rest-Risiko, dass ein Startup sein Produkt doch nicht wie geplant realisieren kann und das Kapital der Unterstützer verloren geht!

Erfinder Simon Schmidt mit seinem Produkt

Marc Adler

Reporter:
Marc Adler

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