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Frankfurt: Zehn Anfragen von E-Scooter-Unternehmen

Frankfurt - Zehn Anfragen von E-Scooter-Unternehmen

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Schon bald werden elektrische Tretroller auf Radwegen und Straßen flitzen - und der Stadt Frankfurt liegen inzwischen zehn Anfragen von Unternehmen vor, die einen Verleihbetrieb für die E-Scooter starten wollen. Der genaue Zeitpunkt dafür sei noch unklar, werde aber voraussichtlich schnell auf die absehbare Zulassung folgen, sagte ein Sprecher des Verkehrsdezernats. Einige der Unternehmen hätten angekündigt, mit bis zu 3000 Tretrollern starten zu wollen.

Bundesrat entscheidet heute

Heute könnten die E-Scooter die entscheidende Hürde nehmen: Erwartet wird, dass der Bundesrat einer Verordnung zu ihrer Zulassung zustimmt. "Es ist mit einem Windhundrennen zu rechnen. Wer als erstes die Menschen von seiner App überzeugen kann, der wird auch das Geschäft machen", sagte Dezernatssprecher Hans Preißl. Zuletzt hatten Anbieter von Leihrädern für Ärger in der Stadt gesorgt, die Fahrzeuge standen herrenlos in Parks oder wurden untergegangen im Main gesichtet. Der Markt habe sich dann aber bereinigt, auch mit der Insolvenz eines der Anbieter, sagte Preißl.

Fünfstellige Flotte in Deutschland geplant

Ähnliches könne bei den E-Scootern geschehen. Auf Anfrage erklärte das Berliner Unternehmen Tier, ab Juni in Frankfurt präsent sein zu wollen. Deutschlandweit sei eine fünfstellige Flotte geplant. "Die Scooter werden an verschiedenen zentralen Stellen stehen, unter anderem in der Nähe von Bahnhöfen, um Pendlern ein zusätzliches Angebot zum Weiterkommen zu machen", hieß es. Das Angebot solle nach und nach ausgeweitet werden, auch in Hessen. Der schwedische Anbieter Voi will bis Ende des Sommers in 30 Städten starten. Ob Frankfurt darunter ist, wurde nicht mitgeteilt. 

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