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Präventionsaktion: Polizei für mehr Rücksicht

Mehr Rücksicht auf den Straßen - Polizei kontrolliert Autofahrer in Hessen

Bei der Kontrolle an der Alten Oper haben die Beamten einen Fahrradfahrer aus dem Verkehr gezogen, weil er über eine rote Ampel gefahren ist.
© FFH Burow

Bei der Kontrolle an der Alten Oper haben die Beamten einen Fahrradfahrer aus dem Verkehr gezogen, weil er über eine rote Ampel gefahren ist.

Für mehr Rücksicht im Straßenverkehr führt die Polizei aktuell Kontrollen in ganz Hessen durch. In Frankfurt waren die Beamten heute an der Alten Oper in der Innenstadt unterwegs. Dort haben sie innerhalb von zwei Stunden insgesamt knapp 20 Auto- und Fahrradfahrer erwischt, die über rot gefahren sind oder während der Fahrt ihr Handy benutzt haben. Für die Verkehrssünder wird das jetzt teilweise richtig teuer, denn Rotfahrer bekommen einen Punkt und müssen 90 Euro blechen.

Mehr Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer

Bei den hessenweiten Kontrollen geht es vor allem darum, auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren zu achten, so Erik Hessenmüller von der Verkehrssicherheit der Polizei zu Hit Radio FFH. Ob an der Ampel, beim Abbiegen oder bei Überholmanövern - wie bereits in vorangegangenen Jahren soll Autofahrern mehr Bewusstsein für die Verletzlichkeit von Fußgängern oder Radfahrern vermittelt werden - gerade wenn es sich um Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderungen handelt. 

Kontrollen auch in Frankfurter Innenstadt

Bei einer Kontrollaktion am Mittwoch in der Frankfurter Innenstadt wurden jedoch auch Fußgänger, die bei roter Ampel die Straßen überquerten, oder Radfahrer, die auf dem Gehweg unterwegs waren, zu Vorsicht ermahnt und zur Kasse gebeten. "Die Prävention soll im Vordergrund stehen", sagte Polizeidirektor Erik Hessenmüller, Leiter der Direktion Verkehrssicherheit bei der Frankfurter Polizei. 

Mehr als 40% der Unfallopfer Fahrradfahrer und Fußgänger

Denn die sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmer spielen in der Unfallstatistik eine wesentliche Rolle. So stellten Fahrradfahrer und Fußgänger in Frankfurt im vergangenen Jahr mehr als 40 Prozent aller im Straßenverkehr verunglückten Menschen. Während laut Frankfurter Verkehrsbericht die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder im Stadtgebiet verletzt wurden, deutlich gesunken ist, waren ältere Menschen überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt, besonders an Unfällen mit schweren Folgen. 

Katharina Burow

Reporter:
Katharina Burow

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