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Frauenmilchbank: Gespendete Milch für Frühchen

Frauenmilchbank in Frankfurt - Gespendete Muttermilch für Frühchen

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Milchspenden für Babys, die zu früh auf die Welt gekommen sind. In Frankfurt ist jetzt die erste Frauenmilchbank Hessens eröffnet worden. Dort sammeln das Frankfurter Universitätsklinikum und der DRK-Blutspendedienst überschüssige Muttermilch. 

Deutschlandweit schon 23 Muttermilch-Banken

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Blutspende, so Erhard Seifried, der Direktor des DRK-Blutspendediensts zu HIT RADIO FFH. Die Frauen werden vor der Spende ausführlich untersucht, anschließend wird die abgegebene Milch portioniert, eingefroren und dann nach Bedarf an die Babys abgegeben. Dabei geht es speziell um Frühchen, deren Mütter selbst noch keine eigene Milch produzieren.

Aktuell werden an der Uniklinik rund 80 Neugeborene mit der lebensrettenden Spendermilch ernährt. In rund einem Jahr sollen dann auch andere Kliniken in ganz Hessen damit versorgt werden. Deutschlandweit gibt es bereits 23 Muttermilchbanken - Hessen gehört zu den Nachzüglern. Europaweit einmalig ist hingegen die Zusammenarbeit von Uniklinik und Blutspendedienst. 

Spenderinnen bekommen kein Geld 

Industriell hergestellte Milch ist für Frühgeborene nach Angaben von Medizinern nicht die beste Lösung. Muttermilch helfe, dass sie sich besser entwickeln, sie beugt Krankheiten vor und sei besser verträglich. Mit den Spenden soll die Zeit überbrückt werden, bis die Mütter selbst stillen können. Die Spenderinnen erhalten kein Geld. 

Katharina Burow

Reporter:
Katharina Burow

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